...ist es für mich, am Jahresende Bilanz zu ziehen. Das mache ich bereits seit Jahren.
http://hanniswunschkind.blogspot.de/2013_12_01_archive.html
Tja...was fällt mir nun zu 2014 ein? Der Start war genauso traurig wie das Ende 2013. ICSI Nr. 13 und 14 und 15 gingen in die Hosen. Meine Eierstöcke schienen tot zu sein. Doch bei ICSI Nr. 16 geschah ein Wunder. Plötzlich waren alle Werte gut. Super gut. Unglaublich gut. Ich erlebte mein persönliches Wunder und die heiligen Drei Könige zogen bei mir ein. Drei wunderschöne Embryonen. Ich wollte mein Glück nicht fassen. Ich weiß noch wie ich am Tag des Bluttests in meiner Kiwu gezittert hab und wie ich letztlich in Tränen ausgebrochen bin, als der Schnelltest einen fetten 2. Streifen anzeigte. Als dann noch der unglaubliche hcg-Wert dazu kam...ich kann es heute noch kaum in Worte packen. So viele waren an diesem Tag gedanklich bei mir. Dieser Tag war eindeutig das absolute Highlight für 2014. Zwei Wochen später die Gewissheit, als auf dem Ultraschall zwei schlagende Herzchen zu sehen waren. Nach all den Tiefschlägen nun sowas.
Von da an erlebte ich eine Bilderbuchschwangerschaft, die bis jetzt andauert. Ich purzle von einem Glück ins nächste und traue mich nun auch, dieses Gefühl zuzulassen. Manchmal kullern immer noch die Tränen, wenn ich über meinen...echt riesigen... Bauch streichle und zum Dank dafür einen Tritt bekomme. Es könnte alles so schön sein...
...wenn eben zum Jahresende nicht die Kündigung meines Mannes dazu gekommen wäre. Ziemlich zeitgleich mit meinem Mutterschutz beginnt nun erst einmal eine ungewisse Zukunft.
Aber was haben wir die letzten Jahre immer wieder aufs Neue lernen müssen? Geduld und die Gewissheit, dass das Leben weitergeht. Das tut es nämlich immer. Und ich bin nicht jemand, der den Kopf in den Sand steckt. Wir werden auch diese Hürde gemeinsam schaffen. Wir sind fast 25 Jahren zusammen und wir hatten schon so manches dunkle Tal zu durchqueren. Und unser Lichtblick ist und bleibt das Wunder, welches munter in mir vor sich hin strampelt.
Es gab auch noch andere Lichtblicke dieses Jahr. Ich habe Menschen kennenlernen dürfen, die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Menschen, die den gleichen Weg zu gehen haben wie wir. Menschen, die mich auf diesem Weg begleitet haben und die ich begleiten darf. Das war für mich sehr wichtig, denn oft genug kam ich mir auf dieser Welt so unnötig vor. So unnötig wie ein Stück Brot... erinnert ihr euch?
So schließe ich 2014 mit einem Tränchen ab. Es war nicht alles schön, aber vieles war wunderschön. Ade 2014.
Und du... du Jahr 2015. Was wirst du bringen? Ich weiß es nicht. Es kommt wie es kommt und wir bleiben einfach mal gespannt.
Euch da draußen wünsche ich allen einen guten Start in ein glückliches und sorgenfreies neues Jahr. Bleibt neugierig auf alles. Geht mit offenen Augen durchs Leben, denn das Glück liegt oftmals direkt vor einem und man kann es nicht sehen. Ich danke euch allen für die vielen Emails und Kommentare und ich bin glücklich, mit "Hanni" einen kleinen Fußabdruck auf dieser Welt hinterlassen zu dürfen.
Bis nächstes Jahr
Eure Hanni
Mittwoch, 31. Dezember 2014
Freitag, 26. Dezember 2014
Eine neue Zeitrechnung beginnt
Meine Mutterschutzzeit hat begonnen. Und wie sollte es auch anderes sein. Frau Hanni ist nicht fertig geworden. Um noch meine Zeiten zu erfassen und meinen Schreibtisch zu räumen, gehe ich nach Weihnachten nochmal ins Büro. Noch habe ich ja einen Schlüssel. Den abzugeben, wird mir schwer fallen.
Und dann? Nach 25 Jahren brauche...soll...darf...muss... ich morgens nicht mehr zur Arbeit fahren. Viele werden sich fragen, warum ich so ein "G´schiss" darum mache. Doch wer mich kennt, weiß, dass Arbeit für mich nicht nur Geldverdienen war. Mein Büro war mein kleines Zuhause...und mein kleines Therapiezentrum. Der Weg von zuhause zur Arbeit und wieder zurück war meine Sauberlaufzone. Ich konnte die Probleme vom Geschäft auf dem Nachhauseweg abstreifen und genauso hat mir der Weg ins Büro und meine Zeit dort geholfen, die Probleme von zuhause ein Stück weit zu vergessen. Wenn ich "gezwungen" war, mich um meine Zahlen zu kümmern, konnten sich z.B. die Tiefschläge vom Kinderwunsch etwas zurückdrängen lassen und ich hatte Zeit, durchzuatmen.
Das fällt nun weg. Ich brauche eine neue Strategie, denn es beginnt eine neue Zeit. Man sagt ja immer, durch Kinder ändert sich alles. Aber genau betrachtet, ändert sich das Leben ja ständig. Nur bin ich etwas schwerfällig, was Änderungen angeht. Manche Menschen erfinden sich laufend neu. Also mache ich das jetzt eben auch.
Mmmmmhhh... doch wie? Die erste Zeit wird wie Urlaub sein. Da kann ich dann endlich mal den Kleiderschrank aufräumen und im eigenen Büro die Ablage erledigen. Bäh...was für blöde Aufgaben. Kein Wunder, dass ich das so lange vor mir hergeschoben habe. Aber nun gut, betrachten wir es als Beschäftigungstherapie. Irgendwann werden dann die Kinder kommen. Von da ab bestimme ich nicht mehr, wie mein Tag läuft. Ab diesem Zeitpunkt gebe ich das Königszepter ab und werde vom Rhythmus der Kinder durch den Tag...und die Nacht... geführt. Ok..soweit die Theorie.
Aber was passiert mit meiner Sauberlaufzone? Wo kann ich meine künftigen Probleme abstreifen? Bekomme ich einen Vierwändekoller? Wie kann ich künftig meinen Kopf wieder frei bekommen? Spazieren? Frische Luft? Oder wird es reichen, einfach nur die Kinder beim Schlafen zu beobachten? Wir werden sehen. Alles wird sich finden und dann richtig sein. Dessen bin ich mir sicher. Ich werde eine neue "Sauberlaufzone" finden (müssen).
Und bis es soweit ist, bleibe ich einfach neugierig auf meine Zukunft und versuche, mir nicht zu viele Gedanken zu machen. Es kommt eh immer alles anders, als man es sich vorstellt.
Bis dann
Eure Hanni
Sonntag, 21. Dezember 2014
Wenn ich mir was wünschen dürfte...
... dann würde ich mir wünschen:
...einen neuen Job, der meinen Schatz glücklich macht.
...dass jeder, der sich ein Baby wünscht, nicht so einen langen harten Weg vor sich hat.
...dass die Menschen in meiner Umgebung zufrieden mit dem sind, was ihnen gegeben ist.
...dass öfter mal ein Lächeln im Gesicht meiner Mitmenschen erscheint.
...dass Weihnachten im Januar ist (Dezember ist mir zu stressig).
Es braucht nicht viel um glücklich und zufrieden zu sein. Ein neues Handy, das neueste Tablet oder die XBox machen nicht auf Dauer glücklich. Zündet lieber eine Kerze an und kuschelt euch an euren Schatz. Es gibt nichts schöneres, als Zeit mit einander zu verbringen. Jede Minute die verstreicht, ist weg und kommt nicht mehr wieder. Und außerdem, wenn man ständig als Griesgram rumläuft, braucht man später Unmengen an Botox um wieder einigermaßen auszusehen. Züchtet lieber Lachfalten, die machen sympathisch.
Liebe Weihnachtsgrüße an alle da draußen
Eure Hanni
PS: Mir geht es auch wieder besser. Langsam kommt die Situation bei mir an und macht mir keine Angst mehr.
...einen neuen Job, der meinen Schatz glücklich macht.
...dass jeder, der sich ein Baby wünscht, nicht so einen langen harten Weg vor sich hat.
...dass die Menschen in meiner Umgebung zufrieden mit dem sind, was ihnen gegeben ist.
...dass öfter mal ein Lächeln im Gesicht meiner Mitmenschen erscheint.
...dass Weihnachten im Januar ist (Dezember ist mir zu stressig).
Es braucht nicht viel um glücklich und zufrieden zu sein. Ein neues Handy, das neueste Tablet oder die XBox machen nicht auf Dauer glücklich. Zündet lieber eine Kerze an und kuschelt euch an euren Schatz. Es gibt nichts schöneres, als Zeit mit einander zu verbringen. Jede Minute die verstreicht, ist weg und kommt nicht mehr wieder. Und außerdem, wenn man ständig als Griesgram rumläuft, braucht man später Unmengen an Botox um wieder einigermaßen auszusehen. Züchtet lieber Lachfalten, die machen sympathisch.
Liebe Weihnachtsgrüße an alle da draußen
Eure Hanni
PS: Mir geht es auch wieder besser. Langsam kommt die Situation bei mir an und macht mir keine Angst mehr.
Sonntag, 14. Dezember 2014
Hallo Keule
...da ist sie wieder. Die Keule. Unvorbereitet kam sie um die Ecke direkt in die Magengrube. Ziemlich genau ein halbes Jahr Glück und Zuversicht. Ich glaube, ich habe damit wohl meinen Jahresvorrat aufgebraucht.
Vorab...den Kindern geht's gut. Zumindest zappelt es bei mir im Bauch munter vor sich hin.
Auf ganz anderer Ebene gab es die Keule. Mein Mann wurde gekündigt. Ich bin so geschockt, dass ich noch nicht mal mit jemanden reden konnte. Ich verstehe die Welt nicht mehr. Vor ein paar Wochen gab es Gehaltserhöhung und Weihnachtsgeld und nun ohne Abmahnung die Kündigung zum 30.06.2015.
Ich weiß... man weiß nie, wozu es gut ist... Er hatte sich ja auch schon damit beschäftigt, dort zu gehen, weil es immer wieder mal Ärger gab... In einem halben Jahr ist noch viel Zeit um sich was Neues zu suchen... Davon geht die Welt nicht unter... Wir sind gesund... Blablabla...
Mir geht's trotzdem kacke...
Meine finanzielle Sicherheit wankt. Ich gehe in Mutterschutz und Elternzeit, gebe damit mein sicheres Einkommen auf und verliere im gleichen Moment das andere Einkommen. Ich versuche, locker zu bleiben, doch wenn ich nur daran denke, breche ich in Tränen aus. Ich will doch stark sein für meine Familie und jetzt bin ich ein heulendes vor Selbstmitleid stinkendes Etwas und ER muss MICH noch trösten.
Mein Mann ist zum Glück ganz zuversichtlich. Er war gleich beim Anwalt und hat alles prüfen lassen. Wir werden nun mal sehen, wie es weiter geht. Ich heule einfach mal weiter vor mich hin. Und in ein paar Tagen kann ich bestimmt auch darüber reden. Nur jetzt noch nicht.
Eure Hanni
Sonntag, 30. November 2014
Dezember
...schwups, da war es Dezember. Ist das nicht unglaublich?
Wisst ihr, was wieder im Fernsehen läuft? Mein Lieblingsspot von "Kinder". Was wäre Weihnachten ohne Kinder? Ich fand ihn letztes Jahr schon unmöglich und auch dieses Jahr hasse ich ihn. Vielleicht kann sich der eine oder andere noch erinnern, dass ich sogar Ferrero angeschrieben habe, weil er mich getroffen hat, dieser blöde Spot.
Dieses Jahr trifft er mich auf eine andere Art. Letztes Jahr war für mich ein schlimmes Jahr in Sachen Kinderwunsch. Keine Behandlung hatte Erfolg gebracht. Ständig blieben meine Eierstöcke leer oder spuckten das eine oder andere Ei zu früh heraus. Es war wie verhext und dann flötete mich so eine Stimme im Fernsehen an "Was wäre Weihnachten ohne Kinder?". Ja was wohl?
Ich mache Weihnachten nicht von der Zahl der Kinder abhängig. Ich habe durchaus Spaß daran, einen Baum zu haben, Kerzen anzuzünden und anderen eine Freude zu bereiten. Das hat nichts damit zu tun, ob ich nun Kinder habe oder nicht. Doch was stört mich jetzt dieses Jahr an dem Spot? Dieses Jahr bin ich doch schwanger und das Christkind scheint mich erhört zu haben.
Ich stelle einfach fest, dass man, sobald man schwanger ist, automatisch auf einen Podest gehoben wird. Man wird plötzlich zu etwas besonderem. Ob man das möchte oder nicht. Ich möchte gar nicht näher auf Details hinweisen, aber es zieht sich durch alle Bereiche des Lebens. Berufsrecht, Alltag, der Umgang mit Fremden. Jeder ist plötzlich freundlich und rücksichtsvoll. Warum sind die Menschen nicht jedem gegenüber so? Warum erst, wenn jemand eine Kugel herumträgt?
Keine Frage, ich freue mich schon darüber, dass man mit mir nett umgeht. Ich frage mich nur manchmal, wie die Menschen mir begegnen würden, wäre ich nicht schwanger. Hätte die Frau beim Einkaufen mir auch die Tür aufgehalten? Oder (was ja echt peinlich war...) hätte die Verkäuferin mir die Stiefel auch noch geschnürt, nachdem ich eine Hose habe platzen lassen in der Umkleidekabine, wenn ich einfach nur dick wäre und eben nicht schwanger?
Schon seltsam, wie unsere Gesellschaft so tickt. In diesem Sinne...seid nett zu ALLEN Mitmenschen, ob nun schwanger oder nicht.
Schönen ersten Advent
Eure Hanni
Wisst ihr, was wieder im Fernsehen läuft? Mein Lieblingsspot von "Kinder". Was wäre Weihnachten ohne Kinder? Ich fand ihn letztes Jahr schon unmöglich und auch dieses Jahr hasse ich ihn. Vielleicht kann sich der eine oder andere noch erinnern, dass ich sogar Ferrero angeschrieben habe, weil er mich getroffen hat, dieser blöde Spot.
Dieses Jahr trifft er mich auf eine andere Art. Letztes Jahr war für mich ein schlimmes Jahr in Sachen Kinderwunsch. Keine Behandlung hatte Erfolg gebracht. Ständig blieben meine Eierstöcke leer oder spuckten das eine oder andere Ei zu früh heraus. Es war wie verhext und dann flötete mich so eine Stimme im Fernsehen an "Was wäre Weihnachten ohne Kinder?". Ja was wohl?
Ich mache Weihnachten nicht von der Zahl der Kinder abhängig. Ich habe durchaus Spaß daran, einen Baum zu haben, Kerzen anzuzünden und anderen eine Freude zu bereiten. Das hat nichts damit zu tun, ob ich nun Kinder habe oder nicht. Doch was stört mich jetzt dieses Jahr an dem Spot? Dieses Jahr bin ich doch schwanger und das Christkind scheint mich erhört zu haben.
Ich stelle einfach fest, dass man, sobald man schwanger ist, automatisch auf einen Podest gehoben wird. Man wird plötzlich zu etwas besonderem. Ob man das möchte oder nicht. Ich möchte gar nicht näher auf Details hinweisen, aber es zieht sich durch alle Bereiche des Lebens. Berufsrecht, Alltag, der Umgang mit Fremden. Jeder ist plötzlich freundlich und rücksichtsvoll. Warum sind die Menschen nicht jedem gegenüber so? Warum erst, wenn jemand eine Kugel herumträgt?
Keine Frage, ich freue mich schon darüber, dass man mit mir nett umgeht. Ich frage mich nur manchmal, wie die Menschen mir begegnen würden, wäre ich nicht schwanger. Hätte die Frau beim Einkaufen mir auch die Tür aufgehalten? Oder (was ja echt peinlich war...) hätte die Verkäuferin mir die Stiefel auch noch geschnürt, nachdem ich eine Hose habe platzen lassen in der Umkleidekabine, wenn ich einfach nur dick wäre und eben nicht schwanger?
Schon seltsam, wie unsere Gesellschaft so tickt. In diesem Sinne...seid nett zu ALLEN Mitmenschen, ob nun schwanger oder nicht.
Schönen ersten Advent
Eure Hanni
Sonntag, 23. November 2014
Na...wie geht´s denn so?
Prima, kann ich da nur sagen. Ich verändere mich. Innerlich als auch äußerlich. Wie man mir das anmerkt? Also sehen tut man es wohl in erster Linie an der Körpermitte. Denn oben herum und unten herum behaupte ich, sehe ich noch gleich aus. Nur mittig bin ich nach vorne gewachsen.
Die 30. Schwangerschaftswoche hat begonnen. Mein Bauchumfang beträgt momentan 119 cm und ich habe ca. 14 kg zugenommen. Ich kann meine Füße nicht mehr sehen. Was beim Treppensteigen wirklich seltsam ist. Von hinten betrachtet wurde mir versichert, sehe ich aus wie immer. Also mit den üblichen Würsten auf der Hüfte. Erst beim Umdrehen erscheint die volle Pracht. Ich finde es toll. Ihr solltet mich mal sehen, wenn ich meine Stiefel anziehe. Nicht wirklich ladylike. Und wenn ich vom Sofa krabble, bewege ich mich wie ein Käfer, der auf dem Rücken liegt. Jedesmal ein Augenschmaus. Das schönste Kompliment kam allerdings gestern Abend ganz unerwartet. "Schwanger sein steht mir, auch im Gesicht." Ich sehe so schön entspannt aus. Schön, oder?
Der Rest vom Körper macht auch eine Veränderung mit, die Fremde nicht unbedingt sehen. Meine Waden sind wohl dicker geworden. Ich dachte immer, dass die nur abends dick sind wegen Wasseransammlung und so. Aber scheinbar sind sie das auch den Rest vom Tag, denn ich bekomme meine Lieblingsstiefel nicht mehr zu. Zum Glück habe ich noch ein Paar zum Schnüren, die kann man weiter machen. Und meine Br*stwarzen sehen inzwischen aus wie Zielscheiben. Die kann beim besten Willen kein Baby verfehlen. Achja...Dehnungsstreifen habe ich noch keine.
Beim letzten Arztbesuch waren Hanni und Manni bereits beide über der 1 kg-Grenze. Juhu. Beide entwickeln sich in gleichem Tempo und liegen mir quer im Bauch. Langsam wird es nach rechts und links eng, und es wird Zeit, dass sie sich mal eine andere Position suchen sollten.
Was passiert sonst so mit mir? Wenn ich aufstehe, also immer wenn ich aufstehe...aus dem Bett, vom Stuhl, vom Sofa... muss ich sofort Pipi. Und ich meine tatsächlich sofort! Ich watschle wie eine Ente und schnaufe wie ein Pferd. Ich bin also ein hübsches KäferEntenPferd mit zwei Zielscheiben, welches häufig auf Toiletten anzutreffen ist.
In mir geht ganz langsam auch etwas vor sich. Ich merke das Muttertier, das langsam zum Vorschein kommt. Wenn es eng wird, lege ich automatisch meine schützenden Hände auf den Bauch. Ich spreche mit meinen Königskindern. Die Vorstellung, Mama zu sein, wirkt nicht mehr abstrakt. Ich glaube ganz fest daran, dass alles gut geht und vertraue darauf, dass meine Kinder das richtige tun werden, wenn es Richtung Zielgerade geht. Ich werde ganz ruhig und glücklich, wenn ich mich so sehe mit den zwei kleinen Raupen im Arm. Angst und Ungewissheit sind ganz weit weg. Was kommt, das kommt und wird richtig sein. Vielleicht ist es das, was gestern Abend in meinem Gesicht zu sehen war.
Liebe Grüße
Eure Hanni
Sonntag, 16. November 2014
Tick..Tack...Tick...Tack
Puh, diese Woche hatte ich mal eine kleine Panikattacke. Plötzlich hörte ich die Uhr ganz laut ticken...
Das übliche "Oh-mein-Gott-Weihnachten-kommt-bald"- Gefühl gepaart mit "Oh-mein-Gott-Mutterschutz-beginnt-bald" - Panik. Ich sollte im Geschäft noch die eine oder andere Bilanz erstellen, meine Übergabe irgendwie vorbereiten, Kinderzimmer ist immer noch Baustelle, für Weihnachtsgeschenke habe ich ja eh nie Zeit, eigentlich wollte ich endlich mal backen und achja....mich schonen und entspannen.
Jahresende ist beruflich bedingt immer Hochsaison, das ist nichts Neues. Neu dabei ist allerdings der Gedanke, dass ich nichts auf nächstes Jahr schieben kann, sondern dieses Jahr tatsächlich mit allem fertig sein sollte. Und manche Bilanzen sind halt nunmal nicht huschhusch aufgestellt.
Dann nimmt man sich ja immer vor, seinen Lieben etwas besonderes zu schenken. Aaahhhh... dass Weihnachten aber auch immer mit der Offenlegungsfrist für Kapitalgesellschaften auf Jahresende kollidiert, macht es weiß Gott nicht entspannter.
Naja...und ich liebe Weihnachtsplätzchen. Nur zum Backen komme ich nie. Besonders die Marmeladigen, und genau von denen macht meine Mama immer so wenig.
Und das Kinderzimmer? Ist noch nicht mal komplett leer. Also kann man nicht streichen...ergo kann man keinen Schrank aufstellen (den ich noch nicht mal habe)...ergo kann man die Kinderklamotten nicht waschen und sortieren...weil? Weil der Schrank fehlt, um die Klamotten reinzulegen. Da beißt sich doch der Hund in Schwanz.
Es ist alles machbar und nüchtern betrachtet nicht schlimm. Nur gab es da eben letzte Woche diesen einen Abend wo mir dieses dumme Tick...Tack... echt zu schaffen gemacht hat. Aber ich wäre nicht Hanni, wenn ich das nicht mit der nötigen Ruhe gebacken kriegen könnte.
Also hab ich mich einen Abend lang geärgert und beschlossen: Was soll´s? Bei der Arbeit ist es jedes Jahr der gleiche Käse und es klappt trotzdem immer irgendwie. Zum Thema Weihnachtsgeschenke gibt es inzwischen einen Plan, der machbar ist und nebenbei bemerkt ganz schnuckige Geschenke hervorbringt. Plätzchen? Machen dick! Und Kinderzimmer? Da ist mein Mann bereits dabei und außerdem muss ich ja noch irgendetwas tun können, wenn ich im Mutterschutz bin. Mein Mann hat da halt einfach die Ruhe weg. Und genießen? Das mache ich durchgehend wenn ich gedankenverloren über meinen Bauch streichle und mit einem Tritt...pardon zwei Tritten...belohnt werde.
Bis dahin
Eure Hanni
...entspannt mit gelegentlichen leichten panischen Anflügen
Das übliche "Oh-mein-Gott-Weihnachten-kommt-bald"- Gefühl gepaart mit "Oh-mein-Gott-Mutterschutz-beginnt-bald" - Panik. Ich sollte im Geschäft noch die eine oder andere Bilanz erstellen, meine Übergabe irgendwie vorbereiten, Kinderzimmer ist immer noch Baustelle, für Weihnachtsgeschenke habe ich ja eh nie Zeit, eigentlich wollte ich endlich mal backen und achja....mich schonen und entspannen.
Jahresende ist beruflich bedingt immer Hochsaison, das ist nichts Neues. Neu dabei ist allerdings der Gedanke, dass ich nichts auf nächstes Jahr schieben kann, sondern dieses Jahr tatsächlich mit allem fertig sein sollte. Und manche Bilanzen sind halt nunmal nicht huschhusch aufgestellt.
Dann nimmt man sich ja immer vor, seinen Lieben etwas besonderes zu schenken. Aaahhhh... dass Weihnachten aber auch immer mit der Offenlegungsfrist für Kapitalgesellschaften auf Jahresende kollidiert, macht es weiß Gott nicht entspannter.
Naja...und ich liebe Weihnachtsplätzchen. Nur zum Backen komme ich nie. Besonders die Marmeladigen, und genau von denen macht meine Mama immer so wenig.
Und das Kinderzimmer? Ist noch nicht mal komplett leer. Also kann man nicht streichen...ergo kann man keinen Schrank aufstellen (den ich noch nicht mal habe)...ergo kann man die Kinderklamotten nicht waschen und sortieren...weil? Weil der Schrank fehlt, um die Klamotten reinzulegen. Da beißt sich doch der Hund in Schwanz.
Es ist alles machbar und nüchtern betrachtet nicht schlimm. Nur gab es da eben letzte Woche diesen einen Abend wo mir dieses dumme Tick...Tack... echt zu schaffen gemacht hat. Aber ich wäre nicht Hanni, wenn ich das nicht mit der nötigen Ruhe gebacken kriegen könnte.
Also hab ich mich einen Abend lang geärgert und beschlossen: Was soll´s? Bei der Arbeit ist es jedes Jahr der gleiche Käse und es klappt trotzdem immer irgendwie. Zum Thema Weihnachtsgeschenke gibt es inzwischen einen Plan, der machbar ist und nebenbei bemerkt ganz schnuckige Geschenke hervorbringt. Plätzchen? Machen dick! Und Kinderzimmer? Da ist mein Mann bereits dabei und außerdem muss ich ja noch irgendetwas tun können, wenn ich im Mutterschutz bin. Mein Mann hat da halt einfach die Ruhe weg. Und genießen? Das mache ich durchgehend wenn ich gedankenverloren über meinen Bauch streichle und mit einem Tritt...pardon zwei Tritten...belohnt werde.
Bis dahin
Eure Hanni
...entspannt mit gelegentlichen leichten panischen Anflügen
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