Gibt es so etwas? So eine vorbestimmte Glücksmenge, die man im Leben erhält? Vielleicht. Vielleicht haben wir, als unser größtes Wunder wahr wurde, dieses Kontingent auf einen Schlag leer geräumt.
Ach ich bin einfach gefrustet. Und mein Mann auch. Trotz des überaus vielversprechenden Gesprächs wurde die Wunschstelle bei der Wunschfirma intern vergeben und wir haben heute die Absage bekommen.
Jetzt müssen wir wieder von vorne beginnen. Arbeitslosengeld... Arbeitsamt... Bewerbungen... Gespräche... Bangen... Absagen hinnehmen... Es könnte alles so schön sein, wenn das blöde doofe Geld nicht wäre.
Ok, wie hieß es bereits zu Kinderwunschzeiten? Hinfallen, liegenbleiben, Krone richten und weiter geht's. Ich weiß ja... wir sind gesund, die Kinder sind gesund und herzallerliebst, Geld ist nicht alles, die Welt ist schön...
Morgen wieder. Heute wollen wir noch etwas traurig sein. Und gefrustet, und sauer, und mies drauf und ach... der Tag ist hoffentlich bald vorbei.
Eure Hanni
Freitag, 17. März 2017
Freitag, 17. Februar 2017
Kann mal jemand sagen "Alles wird gut...?"
Ach Mist... das Neue Jahr startet mit schlechten Neuigkeiten. Meinem Mann wurde gekündigt.
Im ersten Moment wieder mal "Ach scheiß". Auf den zweiten Blick gar nicht so schlimm, da er in der Firma nie wirklich angekommen ist und aus eigenem Antrieb schon nach was Neuem gesucht hat. Er hatte auch bereits ein vielversprechendes Gespräch. Schöner wäre es natürlich gewesen, den arroganten Schnöseln dort selbst die Kündigung hinzulegen und entspannt was Neues zu beginnen. Aber jetzt sitzen wir hier und warten auf das letzte entscheidende Date mit dem Oberboss von der Wunschfirma. Oh man... dass das alles immer so aufregend sein muss. Nunja, dass das Leben kein Wunschkonzert ist, haben wir gelernt. Es bleibt einem nur, cool zu bleiben und zu denken, dass alles irgendwo einen Sinn hat.
Ich habe zu Weihnachten einen Kalender mit biblischen Versen geschenkt bekommen. Diesen Monat steht dort: "Befiehl dem Herrn deinen Weg und vertraue auf ihn!" Psalm 37,5 Ein Zeichen? Ich bin eigentlich nicht wirklich christlich. Wenn man mich fragen würde, ob ich an Gott glaube, könnte ich nicht spontan antworten. Weder ein eindeutiges Ja noch ein deutliches Nein. Im Laufe meines Lebens bin ich immer wieder mal in eine Sinnkrise gefallen. Ich habe mich, mein Leben und "meinen Sinn" überdacht und hinterfragt. Keine Ahnung warum ich das immer wieder mache. Ich habe allerdings das Gefühl, mich dadurch weiter zu entwickeln. Irgendwie reifer zu werden. Manchmal spreche ich dabei mit mir selbst und bei ganz schweren Entscheidungen bete ich tatsächlich. Aber Gott? Wenn ich nicht glauben würde, bräuchte ich ja auch nicht beten? Ich beschäftige mich vermutlich mehr mit Wissen statt zu Glauben.
Jedenfalls glaube ich daran, dass es Werte gibt, die fest zu meinem Leben gehören. Liebe und Respekt zum Beispiel. Und ich versuche das auch meinen Kindern beizubringen. Daher ist Gott tatsächlich inzwischen Thema bei uns. Wir beten jeden Abend "Müde bin ich, geh´ zur Ruh ..." Die Kids finden es toll und können es schon fast auswendig. Manchmal darf ich gar nichts sagen, da heißt es nur "alleine beten". Zum einen beruhigen diese Worte die Kinder. Einmal tief durchatmen und beten und schon herrscht eine entspannte Atmosphäre. Und zum anderen finde ich es schön, den Kindern den Glauben an das Gute weiterzugeben.
Ach, das ist schon schwer. Was bringe ich den Kindern bei? Ellenbogen raus sonst geht ihr unter in unserer ich-bezogenen Gesellschaft? Oder eher Diplomatie? Bei Zwei-Jährigen? "So Manni... Diskutiere doch in der Krabbelgruppe erst mal darüber, warum der Rüpeljunge dir das Spielzeug wegnimmt und versucht eine Lösung zu finden!" Ja klar, kein Problem. Haha!? Ich bringe meinen Kindern bei, dass man Spielzeug nicht einfach aus der Hand des anderen klaut sondern versucht zu tauschen... und in der Krabbelgruppe steht mein kleiner Mann ständig da und weint, weil hier wohl niemand tauschen lernt sondern nur wegnehmen. Wie wird das erst im Kindergarten und uuuuaaaahhh in der Schule?
Die Kinder sind uns nur vorübergehend anvertraut. In dieser Zeit ist es unsere Aufgabe, ihnen ein Nest zu geben und ihnen zu helfen, dass die Flügel wachsen. Fliegen müssen sie dann schon selbst. Aber bis dahin werde ich mein bestes geben und sie tausend mal am Tag knuddeln und liebhaben...
Bis bald mal
Eure Hanni
PS: Was macht ihr denn, wenn euren Kindern "Rüpelkinder" begegnen?
Freitag, 30. Dezember 2016
Ade.. Good Bye..
und Tschüss...
So könnte ich gerade 2016 beschreiben. Ich blicke am Jahresende ja gerne mal zurück. Und bei genauerer Betrachtung war 2016 ein Jahr des Abschieds. Ich hatte keine dramatischen Abschiede, es ist ja niemand gestorben, der mir nahe stand. Aber den einen oder andern Abschied gab es trotzdem.
Ich habe mich zum Beispiel von meinem sauberen Haus verabschiedet. Ich sehe es inzwischen total gelassen, dass das totale Chaos herrscht. Ich putze schon, aber ich muss mich auch beeilen, die saubere Umgebung zu genießen. Denn der erste Keks lässt seine Krümel fallen, das Apfelschorle klebt am Boden, die Spielzeugkiste wird ausgeleert und seit Neuestem wird alles unter den Teppich geschoben. So laufe ich halt Slalom um die Spielsachen herum und kicke mir den Weg frei. Mein Vorratsraum gleicht einer Messiebude. Da kann ich nur noch vorwärts reinlaufen und muss rückwärts wieder raus. Irgendwann... ja irgendwann... wenn ich mal gaaanz viel Zeit habe... werde ich aufräumen.. Aber das kann, glaube ich, noch dauern. Vorher nehme ich mir die Zeit und rasiere meine Beine und den Retrobüschel.
Zeitgleich habe ich mich von meinem Hang zum "ich muss überall 100 % geben" verabschiedet. Ich bin nicht Superwoman. Ich glaube zwar, manchmal bin ich es wirklich, aber das Gefühl hält meist nicht lange an. Ich gebe mein bestes als Mama, Ehefrau, Putzfrau und Steuerfachangestellte. Aber hey... ich bin auch ich... und ich liege auch mal ab 21 Uhr einfach nur gerne auf dem Sofa.
Ein großer Abschied war der Abschied vom Stillen. Ein großes Stück Selbständigkeit für die Kinder und für mich ein kleines Stückchen neue Freiheit. Die Kinder schlafen inzwischen echt gut und somit kommt auch für mich wieder etwas mehr ICH zurück. Ich habe gerne gestillt. Aber zum Glück sind meine Kinder Kuschelkinder und somit vermisse ich es nicht zu sehr.
Und momentan sage ich auch Good Bye zu meiner Erdbeerwoche, Blutung, Periode oder wie auch immer dieses Ding hieß. Nein, schwanger bin ich nicht, aber ich würde sagen...mitten drinnen in den Wechseljahren. Bääähhh.... Zyklustag 48... nichts deutet auf eine bevorstehende Blutung hin. Und das eindeutigste Zeichen sind wohl die furchtbaren Hitzewallungen. Puh... da zündet jemand von einer Sekunde auf die andere ein Höllenfeuer in mir an. Ich glühe bis unter die Kopfhaut für ein oder zwei Minuten und sitze dann mit stinkenden, feuchten Achseln da und kann mich selbst nicht leiden. Und das soll die nächsten JAHRE so sein? Igitt!
Nunja...liebes 2016. Alles in allem warst du ein gutes Jahr und ich habe dich gerne gehabt. Ich sage nun Ade... Good Bye... und Tschüss zu dir. 2017 steht vor der Tür und ich bin gespannt, was das neue Jahr wohl bringen mag.
Auch euch da draußen sage ich "Heute ist nicht aller Tage - ich komm wieder, keine Frage!". Ich wünsche Euch einen super Start in ein glückliches Neues Jahr...
Ade... Good Bye... und Tschüss
Eure Hanni
So könnte ich gerade 2016 beschreiben. Ich blicke am Jahresende ja gerne mal zurück. Und bei genauerer Betrachtung war 2016 ein Jahr des Abschieds. Ich hatte keine dramatischen Abschiede, es ist ja niemand gestorben, der mir nahe stand. Aber den einen oder andern Abschied gab es trotzdem.
Ich habe mich zum Beispiel von meinem sauberen Haus verabschiedet. Ich sehe es inzwischen total gelassen, dass das totale Chaos herrscht. Ich putze schon, aber ich muss mich auch beeilen, die saubere Umgebung zu genießen. Denn der erste Keks lässt seine Krümel fallen, das Apfelschorle klebt am Boden, die Spielzeugkiste wird ausgeleert und seit Neuestem wird alles unter den Teppich geschoben. So laufe ich halt Slalom um die Spielsachen herum und kicke mir den Weg frei. Mein Vorratsraum gleicht einer Messiebude. Da kann ich nur noch vorwärts reinlaufen und muss rückwärts wieder raus. Irgendwann... ja irgendwann... wenn ich mal gaaanz viel Zeit habe... werde ich aufräumen.. Aber das kann, glaube ich, noch dauern. Vorher nehme ich mir die Zeit und rasiere meine Beine und den Retrobüschel.
Zeitgleich habe ich mich von meinem Hang zum "ich muss überall 100 % geben" verabschiedet. Ich bin nicht Superwoman. Ich glaube zwar, manchmal bin ich es wirklich, aber das Gefühl hält meist nicht lange an. Ich gebe mein bestes als Mama, Ehefrau, Putzfrau und Steuerfachangestellte. Aber hey... ich bin auch ich... und ich liege auch mal ab 21 Uhr einfach nur gerne auf dem Sofa.
Ein großer Abschied war der Abschied vom Stillen. Ein großes Stück Selbständigkeit für die Kinder und für mich ein kleines Stückchen neue Freiheit. Die Kinder schlafen inzwischen echt gut und somit kommt auch für mich wieder etwas mehr ICH zurück. Ich habe gerne gestillt. Aber zum Glück sind meine Kinder Kuschelkinder und somit vermisse ich es nicht zu sehr.
Und momentan sage ich auch Good Bye zu meiner Erdbeerwoche, Blutung, Periode oder wie auch immer dieses Ding hieß. Nein, schwanger bin ich nicht, aber ich würde sagen...mitten drinnen in den Wechseljahren. Bääähhh.... Zyklustag 48... nichts deutet auf eine bevorstehende Blutung hin. Und das eindeutigste Zeichen sind wohl die furchtbaren Hitzewallungen. Puh... da zündet jemand von einer Sekunde auf die andere ein Höllenfeuer in mir an. Ich glühe bis unter die Kopfhaut für ein oder zwei Minuten und sitze dann mit stinkenden, feuchten Achseln da und kann mich selbst nicht leiden. Und das soll die nächsten JAHRE so sein? Igitt!
Nunja...liebes 2016. Alles in allem warst du ein gutes Jahr und ich habe dich gerne gehabt. Ich sage nun Ade... Good Bye... und Tschüss zu dir. 2017 steht vor der Tür und ich bin gespannt, was das neue Jahr wohl bringen mag.
Auch euch da draußen sage ich "Heute ist nicht aller Tage - ich komm wieder, keine Frage!". Ich wünsche Euch einen super Start in ein glückliches Neues Jahr...
Ade... Good Bye... und Tschüss
Eure Hanni
Samstag, 17. Dezember 2016
Lebensgeschichten...
Vor unglaublichen DREI Jahren startete ich einen Aufruf. Ich steckte ziemlich fest in einem dunklen Loch. Bereits zwölf ICSI-Anläufe waren gescheitert. Aber ich rappelte mich wieder auf. Ich besann mich darauf, dass das Leben viele Geschichten schreibt. Und ich wollte sie kennen lernen, diese Geschichten. Lest selbst...
http://hanniswunschkind.blogspot.de/2013/12/geschichtensammlerin.html
Mir hat das damals sehr geholfen. Es zeigte mir, dass auch andere etwas zu erzählen haben. Und es hatten viele etwas zu erzählen. Manche Geschichten durfte ich veröffentlichen, manche waren nur für mich.
Und nun...drei Jahre nach meinem Aufruf erhielt ich vor kurzem eine weitere Lebensgeschichte. Ich habe mich darüber sehr gefreut. Diese Geschichte steht für so viele Geschichten im Kinderwunschkarusell. Sie erzählt vom Hoffen und Scheitern und vom Hinfallen und Weiterlaufen. Darum habe ich gefragt, ob ich sie veröffentlichen darf.
Hier ist sie...
...Vielleicht fragst Du, warum ich schreibe. Du hattest doch mal geschrieben, dass Dich Lebensgeschichten interessieren.. ja & hier ist meine auch wenn sie noch nicht ganz so spektakulär ist wie manch andere.
Ich bin Lotte, mittlerweile nicht mehr die Frischeste, denn ich werde diese Woche schon 43 urghh*, aber im Inneren noch forever Young (ja ich weiß, DASS interessiert den Körper nicht
wirklich)
Februar 2013 lernte ich meinen jetztigen Partner erst kennen (nach zuvor 3 langjährigen Beziehungen) & es war relativ schnell klar dass er mein Deckelchen ist.
2014 kam bereits der Kinderwunsch. Na klar – ganz normal auf dem Wege wo es noch richtig Spaß macht & ja auch ich habe jedes Mal danach gedacht „jetzt hat´s geklappt“ & jeden Monatsende wurden wir wieder enttäuscht.
Da ich bereits die 40 überschritten hatte ging es realtiv schnell zur Frauenärztin.
Mai 2015 folgte eine Bauchspieglung mit dem Befund „linker Eileiter zu“ *BÄÄÄÄM*
Ich dachte dann natürlich, von 12 möglichen Eisprüngen im Jahr, werden vielleicht nur noch 6 Follikel im rechten Eierstock wachsen, davon spingen vielleicht nur noch 3 WENN überhaupt & dann noch die Hürde OB sich überhaupt ein Ei im Follikel befindet*autsch*...ja & der Rest mit Ei trifft Spermium, Spremium kann eindringen, teilen etc.. lass ich mal außen vor..
Ok, nach vielen Internet Recherchen weiß ich heute auch, das die Eierstöcke sich nur im Normalfall so verhalten „eins link, eins rechts“, ABER was ist denn schon normal?? Welcher Eierstock bei mir das Zepter übernommen hat, dazu später…
Ich hatte noch sämtliche Test „Toxoplasmose“, als stolze Katzenbesitzerin ist dies wichtig J, der übrigens negativ ausfiel… ich frage mich jetzt noch wie das sein kann?? Eigentlich machte ich jeher alles wobei man dies hätte bekommen müssen – ABER OK, keine Antikörper. (Auch mal schön was nicht zu haben)
Schilddrüse, Röteln & Masern, AGS mit Salzverslust (mein Neffe hat diesen Gendefekt & somit musste das vorher ausgegrenzt werden).. alles super, alles gut..
Juli 2015 - 1. Überweisung Kinderwunschklinik. (Offenbach).
Juli 2015 – 1. Gespräch, ich hatte das Gefühl gut aufgehoben zu sein. – (..es folgten die übelichen Tests).
August 2015 - 2. Gespräch, Übergabe der Rezepte & sie sagte bei der nächsten Periode geht´s los.. WIE? ..nächste Periode würde schon in 2 Tagen einsetzen *Schreck, es wurde ernst*. Das war mir eindeutig zu schnell, ich sagte ich würde erst im September anfangen wollen.
September 2015 - gesagt, getan… wenn da nicht… ja ich kann es bis heute noch nicht glauben.. ich eine Woche später einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen hielt. *Wunder geschehen, ich war dabei…*
Es war unbegreiflich.. für mich heute noch unfassbar, als ob mein Körper sagte „hey das schaffen wir allein – ohne Klinik“.
Wahrscheinlich war es wirklich so das meine Anspannung von mir abfiel als ich das Thema „Kinderwunsch“ in die Hände der Klinik übergab & mir dachte „so & nun kümmert ihr euch mal drum“.
Alles war super, alles verlief nach Plan an, HCG Werte & sämtliche Hormone, die man so brauchte, stiegen an.
3 x Blutabnahme & dann 6+4 der erste ersehnte Ultraschall, ich war sooooooo mega aufgeregt (wie im übrigen immer wenn ich die KIWU Praxis betrat)..
Da war es nun, in meinem Bauch, ein kleiner Krümel der dort schlummerte & sein Herzchen den Takt angab, so schnell wie ein Rennfahrer – ich werde dieses schlagende Herz niemals vergessen….
Beim 2. UL bei meiner FA sah ich kein Herz schlagen, aber sie sagte es ist alles gut wie es ist, es sieht super aus. Beim nächsten Termin würde ich den Mutterpass erhalten & verliess die Praxis bepackt mit Broschüren „alles rund um eine Schwangerschaft“
Es sollte so kommen wie es kam, wir fuhren in Urlaub & extra nur ins Allgäu, denn fliegen usw.. sollte man ja nicht.. als ich zum 3. UL am 30.09.2015 kam, schlug nichts mehr, der kleine Krümel hatte sich von uns verabschiedet
Aus, Vorbei, das war´s .. die Ausschabung folgte.. wie konnte es nur passieren, wie kann mein Körper solch ein Wunder abstoßen können, wie konnte so ein kräftiger Herzschlag nicht weiterschlagen wollen?? Fragen über Fragen, noch heute.. & das schlimmste ist der Gedanke das man irgendwas falsch gemacht hat & das immer wieder kommende Bild wie das kleine Herz auf dem Monior geschlagen hat…
..doch das Leben geht weiter & wenn ich Deine Jahre & Deine Momente lese,sage ich mir „Lotte, piens mal nicht rum“!
März 2016, die erste ICSI stand an.. welch Angst mir Spritzen in den Bauch zu jagen (die übrigens innerhalb 2 Tage aus Frankreich bei mir waren – mega Lob an diese Apotheke).
Und ja, wie Du schreibst – wie sehr FRAU sich auf ihre Periode freuen kann *gg*
Tag 2 – 3 => Fostimon 300 I.E.
Tag 4 => 1. UL (2 größere Follikel links, 2 kleine rechts)
Tag 4 & 5 => Fostimon 300 I.E.
Ab Tag 6 => Unterdrückung mt Orgalutran & weiterhin Fostimon
Usw.. alle Follikel entwickeln sich ganz gut, links besser wie rechts (LINKS meine Schokoladenseite laut der Ärztin, na suuuuuuuuuper, links ist der EILEITER zu *grummel*
Am Tag 9 auslösen mit Ovitrelle & der Punktionstermin steht fest *uff*
Punktion, man konnte 5 Eibläschen gewinnen.
Anruf Biologe, 2 waren zu weich, 2 konnten nicht befruchtet werden – 1 hat´s geschafft, Transfer in 2 Tagen.
Ich musste weinen, ich wusste gar nicht was auf mich zukommt - dachte sie holen die Eierchen & alle sind gut . Und natürlich haben wir sogar über evtl. Eisbärchen nachgedacht… Da kommen sie wieder Deine Zeilen „denkt nicht so viel vorher nach, es kommt immer anders..“
April 2016, Transfer eines 8-Zellers in A Qualität *wow*
Warteschleife mit Utrogest & 2 x Spritzen „Gonadotropine“ – HCG bildet sich ohne eine Schwangerschaft, super Sache!
April 2016, nach Plan, mein Körper funktioniert – nur nicht so wie wir es haben wollten – meine Periode setzt ein & das noch vor dem Bluttest
Das war´s.. aus der Traum von der 1. ICSI, alles vorbei & da wir Selbstzahler sind noch Rechnungen in Höhe von 4500 Euro.. wie war das? Bäääääääääääääääääm
Ach hatte ich erwähnt das ich mega Angst vor den Spritzen hatte? Die waren ja zucker im Gegensatz zu den Nebenwirkungen der Medis, ich war krank geschrieben & mir ging es richtig schlecht sodaß ich zwischenzeitlich dachte „ich kann nicht mehr“ & auch meine KUWU Ärztin fast abgebrochen hätte.. ABER was wir machen, ziehen wir auch durch!
Mai 2016, Gespräch KIWU Klinik – was war passiert? Gar nix, aber auch rein gar nix war passiert.. ich hatte noch nicht einmal einen nachweislichen HCG Wert beim Bluttest den ich noch machen musste. Nichts, es hatte sich noch nicht einmal eingenistet
Wir sagen wir nehmen uns etwas Zeit & würden uns in dieser Zeit um das Haus kümmern was wir noch nebenbei gekauft hatten.
August 2016 – nach langem überlegen ob oder ob nicht, der 2. Versuch.
Ich hatte sooooolche Angst vor den Medis sodaß ich nur noch 150 I.E. Fostimon bekam & dazu noch 150 I.E. Menopur (Menogon) damit ich auf meine 300 Einheiten kam. Das klappte super & mir ging es gut *hurra*
September 2016 - Blutabnahme, Zystenausschluss, Rezept & es ging los..
Tag 1 -4 => Fostimon, Menogon
1. Ultraschall => 1 Follikel mit 14mm *wie nur einer, hä?*
Tag 5 => Fostimon, Menogon
Ab Tag 6 – 7 => Orgalutran, Fostimon, Menogon
Tag 8 => Orgalutran – Ultraschall => 1 Follikel (19mm) & 4 Mini Follikel
Ich breche ab, für einen Follikel als Selbstzahler ist die Chance zu klein *Bääääääääääääm*
(Kosten => 1300 Euro)
..es war mal wieder der 30.09.2016 (am 30.09.2015 erfuhren wir das unser Krümel nicht mehr lebte)
Jedoch nach Anruf am Mittag aus der KIWU das erste Mal im Leben „ärztlich angeordnenter Geschlechtsverkehr“ – ja wer hat das schon
Wobei ich mir die Frage stellte für was? Also nicht das es mal wieder Zeit wurde, sondern der Follikel entwickelte sich ja prächtig in meinem SCHOKOLADEN-EIERSTOCK.. (klar, wenn ich Follikel wäre würde ich mich auch lieber in Schoki aalen als in dem vielleicht verlassenen, kalten & staubigen rechten Eierstock) … wie sollte das jemals ein Ei ans Ziel kommen? c
Ja das war es von meiner Seite.. ein Gespräch folge im Oktober 2016, vor kurzem also & die Ärzte müssen sich beraten wie es weiter geht, welche Medis genommen werden, ob wir beim nächsten Mal mit Nasesnspray arbeiten.. Oder gar der Vorschlag mit Tabletten Follikel zu züchten & dann Monat für Monat eine Punktion zu haben um mehrere Eier zu sammeln um die Chance beim befruchten + Transfer zu erhöhen.
Bis zum nächsten Versuch trage ich einfach einen Heilstein in meinem BH mit mir rum (meine Mum hat ihn mir aus dem Urlaub mitgebracht, echt süß). Zudem wurde ich ein Werbungs-Opfer & schlucke täglich ferile+f (ein Fruchtbarkeitspräperat auf pflanzlicher Basis) – was man nicht alles tut & auch zu glauben ALLES mögliche versucht zu haben!
...Lotte hat inzwischen ihren 43. Geburtstag gefeiert und steckt gerade mitten im 3. Versuch. Liebe Lotte, ich wünsche dir von Herzen alles Gute und viel Kraft für deinen weiteren Weg...egal wohin er führen wird.
Allen meinen Lesern wünsche ich besinnliche Weihnachtsfeiertage. Besinnt euch auf die wichtigen Dinge im Leben und lasst euch nicht vom "Ich-muss-unbedingt-noch-Dies-und-Das-erledigen" verrückt machen.
Liebe Grüße
Eure Hanni
Mittwoch, 9. November 2016
Sehr bewegend...
So kann ich unsere heutige U7 beschreiben. Sehr bewegend.
Wir sind nicht bei einem Kinderarzt mit den Königkindern sondern in einer normalen Hausarztpraxis. Diese wird betrieben von einem Arzt, der zufällig vor vielen Jahren selbst Zwillingsmädchen bekommen hat. Eine dieser Zwillinge ist nun in die Praxis mit eingetreten und praktiziert dort selbst. Sehr nette und liebe Menschen, die sich immer freuen, wenn unsere Zwillinge kommen. Da unsere zwei ...zum Glück und klopf auf Holz... schon lange nicht mehr krank waren, sind wir momentan selten dort. Als wir heute gerade mitten in der U7 waren, fragte uns Frau Doktor etwas ungewöhnliches.
Ihr Vater ist schwer erkrankt und hatte vor Wochen gefragt, wie es denn wohl den Königskindern gehe. Sie fragte uns, ob wir nach der Untersuchung mit ihr nach nebenan in die Wohnung kommen wollen, um einen Krankenbesuch zu machen. Gerne. Allerdings war ich nicht darauf gefasst, wie schlecht es dem Herrn Doktor wirklich geht. Er liegt im Wohnzimmer in einem Pflegebett und konnte sich nicht einmal aufsetzen. Er ist nur noch Haut und Knochen und seine Hand zitterte als ich ihn begrüßte.
Die Kinder waren trotz Impfung super gut drauf und sind gleich um ihn herumgetobt. Er fand das alles herrlich und zum Abschied sagte seine Frau, dass wir heute Freude verbreitet haben.
Wow... Das war sehr bewegend für mich. So direkt vor meinen Augen das Ende und den Anfang des Lebens zu sehen. Könnt ihr euch noch an meinen Post vom Fußabdruck erinnern? Mich hat es damals glücklich gemacht, dass ich irgendwo einen Fußabdruck auf einer Seele hinterlassen darf. Meine Kinder schaffen das bereits jetzt schon. Kaum auf dieser Welt unterwegs verbreiten sie bereits Freude und machen einen sehr kranken Mann glücklich. Sie hinterlassen ihre Fußabdrücke auf der Seele eines für uns fremden Menschen. Leute, ich kann euch gar nicht sagen, wie mir warm ums Herz wird.
Liebe Grüße
Eure Hanni
PS: Man waren die zwei tapfer beim Impfen. Oder lag es am Gummibärchen, auf das sie gaaaanz fest beißen mussten, als Frau Doktor gepikst hat?
Wir sind nicht bei einem Kinderarzt mit den Königkindern sondern in einer normalen Hausarztpraxis. Diese wird betrieben von einem Arzt, der zufällig vor vielen Jahren selbst Zwillingsmädchen bekommen hat. Eine dieser Zwillinge ist nun in die Praxis mit eingetreten und praktiziert dort selbst. Sehr nette und liebe Menschen, die sich immer freuen, wenn unsere Zwillinge kommen. Da unsere zwei ...zum Glück und klopf auf Holz... schon lange nicht mehr krank waren, sind wir momentan selten dort. Als wir heute gerade mitten in der U7 waren, fragte uns Frau Doktor etwas ungewöhnliches.
Ihr Vater ist schwer erkrankt und hatte vor Wochen gefragt, wie es denn wohl den Königskindern gehe. Sie fragte uns, ob wir nach der Untersuchung mit ihr nach nebenan in die Wohnung kommen wollen, um einen Krankenbesuch zu machen. Gerne. Allerdings war ich nicht darauf gefasst, wie schlecht es dem Herrn Doktor wirklich geht. Er liegt im Wohnzimmer in einem Pflegebett und konnte sich nicht einmal aufsetzen. Er ist nur noch Haut und Knochen und seine Hand zitterte als ich ihn begrüßte.
Die Kinder waren trotz Impfung super gut drauf und sind gleich um ihn herumgetobt. Er fand das alles herrlich und zum Abschied sagte seine Frau, dass wir heute Freude verbreitet haben.
Wow... Das war sehr bewegend für mich. So direkt vor meinen Augen das Ende und den Anfang des Lebens zu sehen. Könnt ihr euch noch an meinen Post vom Fußabdruck erinnern? Mich hat es damals glücklich gemacht, dass ich irgendwo einen Fußabdruck auf einer Seele hinterlassen darf. Meine Kinder schaffen das bereits jetzt schon. Kaum auf dieser Welt unterwegs verbreiten sie bereits Freude und machen einen sehr kranken Mann glücklich. Sie hinterlassen ihre Fußabdrücke auf der Seele eines für uns fremden Menschen. Leute, ich kann euch gar nicht sagen, wie mir warm ums Herz wird.
Liebe Grüße
Eure Hanni
PS: Man waren die zwei tapfer beim Impfen. Oder lag es am Gummibärchen, auf das sie gaaaanz fest beißen mussten, als Frau Doktor gepikst hat?
Freitag, 21. Oktober 2016
Warum lässt sich Glück so schwer beschreiben?
Ich möchte schon seit Tagen schreiben. Warum mache ich das dann nicht einfach? Ja, klar, die Kinder...die fehlende Zeit...die Arbeit...der Haushalt... alles Quatsch. Wenn ich möchte, finde ich auch einen Weg. Also warum mache ich es denn nun nicht?
Ich wollte erzählen, dass der Abschied von der Brust den Kindern total leicht gefallen ist. Nie gab es Versuche, wieder zu trinken. Nur meiner Brust viel der Abschied schwer. Der ganze Klimbim mit Salbei- und Pfefferminztee, Ausstreichen unter der Dusche, Druck abpumpen hat 10 Tage lang nix gebracht. Jeden Morgen waren die Dinger voll bis zum Anschlag und wurden zum Schluss heiß und rot. Da half nur noch der Weg zum Doc und Tabletten. Davon bin ich zwar müde geworden aber die haben sofort geholfen.
Ich wollte erzählen, dass ich beim Kastaniensammeln plötzlich ganz fest an meinen Floh denken musste. Ich habe mich erinnert, wie schwer mir der Gedanke fiel, nie mit ihm im Herbst durch die Blätter zu laufen...nie Kastanien zu sammeln. Jetzt ist es schon drei Jahre her, als ich ihn verlor. Und nun darf ich es mit meinen zwei Wunderkindern tun.
Ich wollte erzählen, wie turbulent und schwer manche Tage sind...wenn die Kinder beschließen, üble Laune zu haben. Und wiederum wie wunderschön (zum Glück) alle anderen Tage sind.
Ich wollte erzählen wie ich langsam immer mehr Freiraum zurück bekomme. Die Kinder schlafen meist durch und ich habe die Zeit für einen kompletten Film im Fernsehen. Jihaaaa.... Natürlich erst nachdem die Spülmaschine, die Waschmaschine und der Trockner läuft und kein Lego mehr im Weg rumliegt. letzteres kann nachts nämlich ganz schön schmerzhaft sein wenn man barfuß rumläuft.
Ich wollte... ach was.... in Wahrheit platze ich fast vor Glück und Stolz und kann es einfach nicht in Worte fassen.
Ich bin kein Alltagsblogger. Selbst zu meiner Kinderwunschzeit habe ich mich mehr über mein Innerstes ausgelassen als über Alltagsblabla. Ich kann das einfach nicht. Ich bin wohl mehr der Seelenblogger. Mir hat lange der Mut gefehlt... falls das überhaupt das richtige Wort dafür ist... ich habe jedenfalls lange gebraucht, dieses Glück und diesen Stolz zuzulassen. Allzu oft vermutete ich irgendwo einen Haken. Allzu oft beschlich mich ein schlechtes Gewissen denen gegenüber, die nicht so viel Glück hatten wie wir. Aber ich habe mich gefunden. Ich liebe meine Königskinder aus tiefster Seele. Und nun hocke ich da und weiß nicht, wie ich das beschreiben soll. Ich würde so gerne vieles schreiben aber Glück ist wirklich schwer zu beschreiben. Es liegt wohl im Detail und in den kleinen Dingen.
Ich kann jedenfalls sagen, dass es mir warm ums Herz wird, wenn irgendwann in den frühen Morgenstunden meine kleine Hanni neben meinem Bett steht und leise Mami sagt, ich nur noch die Decke zu lupfen brauche damit sie sich an mich kuscheln kann um gleich wieder einzuschlafen.
Ich kann auch noch sagen, dass ich jedesmal stolz lächle, wenn wir irgendwo fremd sind und mein kleiner Manni selbstsicher sich selbst und seine Schwester vorstellt und dabei betont, dass er der "Bub" ist.
Und ja...selbst als sie zusammen auf dem Tisch getanzt und schließlich den Kronleuchter von der Decke gerissen haben war ich irgendwie stolz auf meine zwei mutigen Kinder. Klar, ich war auch besorgt, wütend und überrascht, dass sie das überhaupt hinbekommen haben.
So liegt wohl, zumindest mein persönliches, Glück in den kleinen Dingen, die mir täglich meine zwei Wunder bescheren. Auch wenn ich´s schwer beschreiben kann, es fühlt sich gut an.
Eure Hanni
Mittwoch, 14. September 2016
Ein neuer Abschnitt beginnt...
Es ist soweit. Wir nehmen Abschied vom Stillen. Ein weiter Schritt zur Selbstständigkeit wird gegangen.
Ich gehe ihn mit einem lachenden und mit einem weinenden Auge. Ich habe sehr gerne gestillt und meine zwei Königskinder haben gerne genuckelt. Aber wie man so schön sagt, irgendwann merkt man, dass es Zeit ist. Zeit zum Aufhören. Ich habe wochenlang mit mir gerungen. Einerseits habe ich diese enge Verbundenheit sehr genossen. Aber nicht immer. In manchen Nächten ging es mir gehörig auf die Nerven.
19 Monate, 3 Wochen und ein paar Tage haben meine Babys meine Milch getrunken. Ab jetzt gibt's nur noch Milch aus dem Kühlregal. Ich habe lange nach Erfahrungsberichten gesucht, aber irgendwie erzählt jeder immer nur "Ach ich habe abgestillt.". Ich finde im Übrigen das Wort "Abstillen" voll doof. Ich sag jetzt einfach "Abschied". Jedenfalls habe ich nichts vernünftiges gefunden. Wie geht denn nun dieser Abschied von statten? Schließlich ist das für alle Beteiligten ein großer Schritt. Den Kindern wird ein Stück Geborgenheit und Sicherheit genommen. Und für die Mami ist es eben ein kleiner Abschied. Das letzte Mal stillen vor dem großen Tag habe ich noch einmal richtig bewusst erlebt.
So... und wie geht das jetzt? Ich habe seit ein paar Tagen die Stillmahlzeiten verkürzt. Soweit das ging, denn nachts schlafe ich gerne mal dabei ein. Wir haben sowieso nur noch einmal am Vormittag und abends zum einschlafen gestillt... naja und eben nachts. Ich habe immer sanft gesagt "Jetzt kannst du loslassen, wir sind fertig", sobald ich gemerkt habe, dass nur noch genuckelt wird und nicht mehr getrunken. Ich dachte mal so zur Vorbereitung auf den großen Moment kann das nicht schaden. Momentan haben wir 1,5 Tage ohne stillen hinter uns. Der Ausfall der ersten Vormittagsstillmahlzeit war mit vielen Tränen verbunden. Ich habe erklärt, dass Mami nun leer ist. Aber verständlicher weise hat das keinen interessiert. Manni hat mich gekratzt und gehauen und viel geweint. Aber plötzlich.... der Raupe Nimmersatt sei Dank... waren die Löcher im Buch wichtiger als Mamis Brust. Hanni hingegen war vernünftiger. Sie hat zwar auch geweint aber sich von Papi trösten lassen. Der hat zum Glück noch Urlaub diese Woche und zu zweit schaffen wir das schon irgendwie. Vor der Einschlafstillmahlzeit hatte ich Angst. Erst gab es wieder Tränen sogar ich hab geweint. Aber wir haben ein Glas Milch mit ins Bett genommen und jeder durfte daraus trinken. Dann haben die zwei sich an mich gekuschelt und sind in unserer Mitte total friedlich eingeschlafen. Wir haben beide in ihre Betten gelegt ohne Mullen und Knullen. Ich war baff. Gegen halb 1 Uhr in der Nacht hat Manni mich gerufen. Ich muss dazu sagen, dass die Kinderbetten immer noch bei uns im Schlafzimmer stehen. Ich bin einfach noch zu faul, nachts von Zimmer zu Zimmer zu laufen. Manni war nicht entzückt, dass es keine Mami-Milch gab. Ich habe ihn mit Geschrei ins Bad mit genommen um Hanni nicht zu wecken. Da hatte ich so kleine Becher deponiert und es gab Wasser aus dem Wasserhahn. Nach 20 Minuten war er damit zufrieden und ich habe ihn mit zu mir ins Bett genommen, wo er selig bis heute morgen geschlummert hat. Gegen 5 Uhr kam Hanni anmarschiert und auch bei ihr gab es einen kleinen Becher Wasser (aber dieses Mal in meinem Bett). Sie war schneller zufrieden. Es lief so prima, dass wir alle vier bis heute morgen um halb 9 Uhr geschlafen haben und erst vom Kaminfeger geweckt wurden. Haben wir doch tatsächlich verschlafen.
Ich bin gespannt wie es weitergeht. Wie habt ihr denn den Abschied vom Stillen erlebt?
Liebe Grüße
Eure Hanni mit den Megabrüsten... Wenn ihr hierzu auch einen Tipp habt, wäre ich dankbar. Ich trinke Salbeitee, aber ich kann momentan nicht sagen, dass das wirklich hilft.
Ich gehe ihn mit einem lachenden und mit einem weinenden Auge. Ich habe sehr gerne gestillt und meine zwei Königskinder haben gerne genuckelt. Aber wie man so schön sagt, irgendwann merkt man, dass es Zeit ist. Zeit zum Aufhören. Ich habe wochenlang mit mir gerungen. Einerseits habe ich diese enge Verbundenheit sehr genossen. Aber nicht immer. In manchen Nächten ging es mir gehörig auf die Nerven.
19 Monate, 3 Wochen und ein paar Tage haben meine Babys meine Milch getrunken. Ab jetzt gibt's nur noch Milch aus dem Kühlregal. Ich habe lange nach Erfahrungsberichten gesucht, aber irgendwie erzählt jeder immer nur "Ach ich habe abgestillt.". Ich finde im Übrigen das Wort "Abstillen" voll doof. Ich sag jetzt einfach "Abschied". Jedenfalls habe ich nichts vernünftiges gefunden. Wie geht denn nun dieser Abschied von statten? Schließlich ist das für alle Beteiligten ein großer Schritt. Den Kindern wird ein Stück Geborgenheit und Sicherheit genommen. Und für die Mami ist es eben ein kleiner Abschied. Das letzte Mal stillen vor dem großen Tag habe ich noch einmal richtig bewusst erlebt.
So... und wie geht das jetzt? Ich habe seit ein paar Tagen die Stillmahlzeiten verkürzt. Soweit das ging, denn nachts schlafe ich gerne mal dabei ein. Wir haben sowieso nur noch einmal am Vormittag und abends zum einschlafen gestillt... naja und eben nachts. Ich habe immer sanft gesagt "Jetzt kannst du loslassen, wir sind fertig", sobald ich gemerkt habe, dass nur noch genuckelt wird und nicht mehr getrunken. Ich dachte mal so zur Vorbereitung auf den großen Moment kann das nicht schaden. Momentan haben wir 1,5 Tage ohne stillen hinter uns. Der Ausfall der ersten Vormittagsstillmahlzeit war mit vielen Tränen verbunden. Ich habe erklärt, dass Mami nun leer ist. Aber verständlicher weise hat das keinen interessiert. Manni hat mich gekratzt und gehauen und viel geweint. Aber plötzlich.... der Raupe Nimmersatt sei Dank... waren die Löcher im Buch wichtiger als Mamis Brust. Hanni hingegen war vernünftiger. Sie hat zwar auch geweint aber sich von Papi trösten lassen. Der hat zum Glück noch Urlaub diese Woche und zu zweit schaffen wir das schon irgendwie. Vor der Einschlafstillmahlzeit hatte ich Angst. Erst gab es wieder Tränen sogar ich hab geweint. Aber wir haben ein Glas Milch mit ins Bett genommen und jeder durfte daraus trinken. Dann haben die zwei sich an mich gekuschelt und sind in unserer Mitte total friedlich eingeschlafen. Wir haben beide in ihre Betten gelegt ohne Mullen und Knullen. Ich war baff. Gegen halb 1 Uhr in der Nacht hat Manni mich gerufen. Ich muss dazu sagen, dass die Kinderbetten immer noch bei uns im Schlafzimmer stehen. Ich bin einfach noch zu faul, nachts von Zimmer zu Zimmer zu laufen. Manni war nicht entzückt, dass es keine Mami-Milch gab. Ich habe ihn mit Geschrei ins Bad mit genommen um Hanni nicht zu wecken. Da hatte ich so kleine Becher deponiert und es gab Wasser aus dem Wasserhahn. Nach 20 Minuten war er damit zufrieden und ich habe ihn mit zu mir ins Bett genommen, wo er selig bis heute morgen geschlummert hat. Gegen 5 Uhr kam Hanni anmarschiert und auch bei ihr gab es einen kleinen Becher Wasser (aber dieses Mal in meinem Bett). Sie war schneller zufrieden. Es lief so prima, dass wir alle vier bis heute morgen um halb 9 Uhr geschlafen haben und erst vom Kaminfeger geweckt wurden. Haben wir doch tatsächlich verschlafen.
Ich bin gespannt wie es weitergeht. Wie habt ihr denn den Abschied vom Stillen erlebt?
Liebe Grüße
Eure Hanni mit den Megabrüsten... Wenn ihr hierzu auch einen Tipp habt, wäre ich dankbar. Ich trinke Salbeitee, aber ich kann momentan nicht sagen, dass das wirklich hilft.
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