Samstag, 17. Dezember 2016
Lebensgeschichten...
Vor unglaublichen DREI Jahren startete ich einen Aufruf. Ich steckte ziemlich fest in einem dunklen Loch. Bereits zwölf ICSI-Anläufe waren gescheitert. Aber ich rappelte mich wieder auf. Ich besann mich darauf, dass das Leben viele Geschichten schreibt. Und ich wollte sie kennen lernen, diese Geschichten. Lest selbst...
http://hanniswunschkind.blogspot.de/2013/12/geschichtensammlerin.html
Mir hat das damals sehr geholfen. Es zeigte mir, dass auch andere etwas zu erzählen haben. Und es hatten viele etwas zu erzählen. Manche Geschichten durfte ich veröffentlichen, manche waren nur für mich.
Und nun...drei Jahre nach meinem Aufruf erhielt ich vor kurzem eine weitere Lebensgeschichte. Ich habe mich darüber sehr gefreut. Diese Geschichte steht für so viele Geschichten im Kinderwunschkarusell. Sie erzählt vom Hoffen und Scheitern und vom Hinfallen und Weiterlaufen. Darum habe ich gefragt, ob ich sie veröffentlichen darf.
Hier ist sie...
...Vielleicht fragst Du, warum ich schreibe. Du hattest doch mal geschrieben, dass Dich Lebensgeschichten interessieren.. ja & hier ist meine auch wenn sie noch nicht ganz so spektakulär ist wie manch andere.
Ich bin Lotte, mittlerweile nicht mehr die Frischeste, denn ich werde diese Woche schon 43 urghh*, aber im Inneren noch forever Young (ja ich weiß, DASS interessiert den Körper nicht
wirklich)
Februar 2013 lernte ich meinen jetztigen Partner erst kennen (nach zuvor 3 langjährigen Beziehungen) & es war relativ schnell klar dass er mein Deckelchen ist.
2014 kam bereits der Kinderwunsch. Na klar – ganz normal auf dem Wege wo es noch richtig Spaß macht & ja auch ich habe jedes Mal danach gedacht „jetzt hat´s geklappt“ & jeden Monatsende wurden wir wieder enttäuscht.
Da ich bereits die 40 überschritten hatte ging es realtiv schnell zur Frauenärztin.
Mai 2015 folgte eine Bauchspieglung mit dem Befund „linker Eileiter zu“ *BÄÄÄÄM*
Ich dachte dann natürlich, von 12 möglichen Eisprüngen im Jahr, werden vielleicht nur noch 6 Follikel im rechten Eierstock wachsen, davon spingen vielleicht nur noch 3 WENN überhaupt & dann noch die Hürde OB sich überhaupt ein Ei im Follikel befindet*autsch*...ja & der Rest mit Ei trifft Spermium, Spremium kann eindringen, teilen etc.. lass ich mal außen vor..
Ok, nach vielen Internet Recherchen weiß ich heute auch, das die Eierstöcke sich nur im Normalfall so verhalten „eins link, eins rechts“, ABER was ist denn schon normal?? Welcher Eierstock bei mir das Zepter übernommen hat, dazu später…
Ich hatte noch sämtliche Test „Toxoplasmose“, als stolze Katzenbesitzerin ist dies wichtig J, der übrigens negativ ausfiel… ich frage mich jetzt noch wie das sein kann?? Eigentlich machte ich jeher alles wobei man dies hätte bekommen müssen – ABER OK, keine Antikörper. (Auch mal schön was nicht zu haben)
Schilddrüse, Röteln & Masern, AGS mit Salzverslust (mein Neffe hat diesen Gendefekt & somit musste das vorher ausgegrenzt werden).. alles super, alles gut..
Juli 2015 - 1. Überweisung Kinderwunschklinik. (Offenbach).
Juli 2015 – 1. Gespräch, ich hatte das Gefühl gut aufgehoben zu sein. – (..es folgten die übelichen Tests).
August 2015 - 2. Gespräch, Übergabe der Rezepte & sie sagte bei der nächsten Periode geht´s los.. WIE? ..nächste Periode würde schon in 2 Tagen einsetzen *Schreck, es wurde ernst*. Das war mir eindeutig zu schnell, ich sagte ich würde erst im September anfangen wollen.
September 2015 - gesagt, getan… wenn da nicht… ja ich kann es bis heute noch nicht glauben.. ich eine Woche später einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen hielt. *Wunder geschehen, ich war dabei…*
Es war unbegreiflich.. für mich heute noch unfassbar, als ob mein Körper sagte „hey das schaffen wir allein – ohne Klinik“.
Wahrscheinlich war es wirklich so das meine Anspannung von mir abfiel als ich das Thema „Kinderwunsch“ in die Hände der Klinik übergab & mir dachte „so & nun kümmert ihr euch mal drum“.
Alles war super, alles verlief nach Plan an, HCG Werte & sämtliche Hormone, die man so brauchte, stiegen an.
3 x Blutabnahme & dann 6+4 der erste ersehnte Ultraschall, ich war sooooooo mega aufgeregt (wie im übrigen immer wenn ich die KIWU Praxis betrat)..
Da war es nun, in meinem Bauch, ein kleiner Krümel der dort schlummerte & sein Herzchen den Takt angab, so schnell wie ein Rennfahrer – ich werde dieses schlagende Herz niemals vergessen….
Beim 2. UL bei meiner FA sah ich kein Herz schlagen, aber sie sagte es ist alles gut wie es ist, es sieht super aus. Beim nächsten Termin würde ich den Mutterpass erhalten & verliess die Praxis bepackt mit Broschüren „alles rund um eine Schwangerschaft“
Es sollte so kommen wie es kam, wir fuhren in Urlaub & extra nur ins Allgäu, denn fliegen usw.. sollte man ja nicht.. als ich zum 3. UL am 30.09.2015 kam, schlug nichts mehr, der kleine Krümel hatte sich von uns verabschiedet
Aus, Vorbei, das war´s .. die Ausschabung folgte.. wie konnte es nur passieren, wie kann mein Körper solch ein Wunder abstoßen können, wie konnte so ein kräftiger Herzschlag nicht weiterschlagen wollen?? Fragen über Fragen, noch heute.. & das schlimmste ist der Gedanke das man irgendwas falsch gemacht hat & das immer wieder kommende Bild wie das kleine Herz auf dem Monior geschlagen hat…
..doch das Leben geht weiter & wenn ich Deine Jahre & Deine Momente lese,sage ich mir „Lotte, piens mal nicht rum“!
März 2016, die erste ICSI stand an.. welch Angst mir Spritzen in den Bauch zu jagen (die übrigens innerhalb 2 Tage aus Frankreich bei mir waren – mega Lob an diese Apotheke).
Und ja, wie Du schreibst – wie sehr FRAU sich auf ihre Periode freuen kann *gg*
Tag 2 – 3 => Fostimon 300 I.E.
Tag 4 => 1. UL (2 größere Follikel links, 2 kleine rechts)
Tag 4 & 5 => Fostimon 300 I.E.
Ab Tag 6 => Unterdrückung mt Orgalutran & weiterhin Fostimon
Usw.. alle Follikel entwickeln sich ganz gut, links besser wie rechts (LINKS meine Schokoladenseite laut der Ärztin, na suuuuuuuuuper, links ist der EILEITER zu *grummel*
Am Tag 9 auslösen mit Ovitrelle & der Punktionstermin steht fest *uff*
Punktion, man konnte 5 Eibläschen gewinnen.
Anruf Biologe, 2 waren zu weich, 2 konnten nicht befruchtet werden – 1 hat´s geschafft, Transfer in 2 Tagen.
Ich musste weinen, ich wusste gar nicht was auf mich zukommt - dachte sie holen die Eierchen & alle sind gut . Und natürlich haben wir sogar über evtl. Eisbärchen nachgedacht… Da kommen sie wieder Deine Zeilen „denkt nicht so viel vorher nach, es kommt immer anders..“
April 2016, Transfer eines 8-Zellers in A Qualität *wow*
Warteschleife mit Utrogest & 2 x Spritzen „Gonadotropine“ – HCG bildet sich ohne eine Schwangerschaft, super Sache!
April 2016, nach Plan, mein Körper funktioniert – nur nicht so wie wir es haben wollten – meine Periode setzt ein & das noch vor dem Bluttest
Das war´s.. aus der Traum von der 1. ICSI, alles vorbei & da wir Selbstzahler sind noch Rechnungen in Höhe von 4500 Euro.. wie war das? Bäääääääääääääääääm
Ach hatte ich erwähnt das ich mega Angst vor den Spritzen hatte? Die waren ja zucker im Gegensatz zu den Nebenwirkungen der Medis, ich war krank geschrieben & mir ging es richtig schlecht sodaß ich zwischenzeitlich dachte „ich kann nicht mehr“ & auch meine KUWU Ärztin fast abgebrochen hätte.. ABER was wir machen, ziehen wir auch durch!
Mai 2016, Gespräch KIWU Klinik – was war passiert? Gar nix, aber auch rein gar nix war passiert.. ich hatte noch nicht einmal einen nachweislichen HCG Wert beim Bluttest den ich noch machen musste. Nichts, es hatte sich noch nicht einmal eingenistet
Wir sagen wir nehmen uns etwas Zeit & würden uns in dieser Zeit um das Haus kümmern was wir noch nebenbei gekauft hatten.
August 2016 – nach langem überlegen ob oder ob nicht, der 2. Versuch.
Ich hatte sooooolche Angst vor den Medis sodaß ich nur noch 150 I.E. Fostimon bekam & dazu noch 150 I.E. Menopur (Menogon) damit ich auf meine 300 Einheiten kam. Das klappte super & mir ging es gut *hurra*
September 2016 - Blutabnahme, Zystenausschluss, Rezept & es ging los..
Tag 1 -4 => Fostimon, Menogon
1. Ultraschall => 1 Follikel mit 14mm *wie nur einer, hä?*
Tag 5 => Fostimon, Menogon
Ab Tag 6 – 7 => Orgalutran, Fostimon, Menogon
Tag 8 => Orgalutran – Ultraschall => 1 Follikel (19mm) & 4 Mini Follikel
Ich breche ab, für einen Follikel als Selbstzahler ist die Chance zu klein *Bääääääääääääm*
(Kosten => 1300 Euro)
..es war mal wieder der 30.09.2016 (am 30.09.2015 erfuhren wir das unser Krümel nicht mehr lebte)
Jedoch nach Anruf am Mittag aus der KIWU das erste Mal im Leben „ärztlich angeordnenter Geschlechtsverkehr“ – ja wer hat das schon
Wobei ich mir die Frage stellte für was? Also nicht das es mal wieder Zeit wurde, sondern der Follikel entwickelte sich ja prächtig in meinem SCHOKOLADEN-EIERSTOCK.. (klar, wenn ich Follikel wäre würde ich mich auch lieber in Schoki aalen als in dem vielleicht verlassenen, kalten & staubigen rechten Eierstock) … wie sollte das jemals ein Ei ans Ziel kommen? c
Ja das war es von meiner Seite.. ein Gespräch folge im Oktober 2016, vor kurzem also & die Ärzte müssen sich beraten wie es weiter geht, welche Medis genommen werden, ob wir beim nächsten Mal mit Nasesnspray arbeiten.. Oder gar der Vorschlag mit Tabletten Follikel zu züchten & dann Monat für Monat eine Punktion zu haben um mehrere Eier zu sammeln um die Chance beim befruchten + Transfer zu erhöhen.
Bis zum nächsten Versuch trage ich einfach einen Heilstein in meinem BH mit mir rum (meine Mum hat ihn mir aus dem Urlaub mitgebracht, echt süß). Zudem wurde ich ein Werbungs-Opfer & schlucke täglich ferile+f (ein Fruchtbarkeitspräperat auf pflanzlicher Basis) – was man nicht alles tut & auch zu glauben ALLES mögliche versucht zu haben!
...Lotte hat inzwischen ihren 43. Geburtstag gefeiert und steckt gerade mitten im 3. Versuch. Liebe Lotte, ich wünsche dir von Herzen alles Gute und viel Kraft für deinen weiteren Weg...egal wohin er führen wird.
Allen meinen Lesern wünsche ich besinnliche Weihnachtsfeiertage. Besinnt euch auf die wichtigen Dinge im Leben und lasst euch nicht vom "Ich-muss-unbedingt-noch-Dies-und-Das-erledigen" verrückt machen.
Liebe Grüße
Eure Hanni
Mittwoch, 9. November 2016
Sehr bewegend...
So kann ich unsere heutige U7 beschreiben. Sehr bewegend.
Wir sind nicht bei einem Kinderarzt mit den Königkindern sondern in einer normalen Hausarztpraxis. Diese wird betrieben von einem Arzt, der zufällig vor vielen Jahren selbst Zwillingsmädchen bekommen hat. Eine dieser Zwillinge ist nun in die Praxis mit eingetreten und praktiziert dort selbst. Sehr nette und liebe Menschen, die sich immer freuen, wenn unsere Zwillinge kommen. Da unsere zwei ...zum Glück und klopf auf Holz... schon lange nicht mehr krank waren, sind wir momentan selten dort. Als wir heute gerade mitten in der U7 waren, fragte uns Frau Doktor etwas ungewöhnliches.
Ihr Vater ist schwer erkrankt und hatte vor Wochen gefragt, wie es denn wohl den Königskindern gehe. Sie fragte uns, ob wir nach der Untersuchung mit ihr nach nebenan in die Wohnung kommen wollen, um einen Krankenbesuch zu machen. Gerne. Allerdings war ich nicht darauf gefasst, wie schlecht es dem Herrn Doktor wirklich geht. Er liegt im Wohnzimmer in einem Pflegebett und konnte sich nicht einmal aufsetzen. Er ist nur noch Haut und Knochen und seine Hand zitterte als ich ihn begrüßte.
Die Kinder waren trotz Impfung super gut drauf und sind gleich um ihn herumgetobt. Er fand das alles herrlich und zum Abschied sagte seine Frau, dass wir heute Freude verbreitet haben.
Wow... Das war sehr bewegend für mich. So direkt vor meinen Augen das Ende und den Anfang des Lebens zu sehen. Könnt ihr euch noch an meinen Post vom Fußabdruck erinnern? Mich hat es damals glücklich gemacht, dass ich irgendwo einen Fußabdruck auf einer Seele hinterlassen darf. Meine Kinder schaffen das bereits jetzt schon. Kaum auf dieser Welt unterwegs verbreiten sie bereits Freude und machen einen sehr kranken Mann glücklich. Sie hinterlassen ihre Fußabdrücke auf der Seele eines für uns fremden Menschen. Leute, ich kann euch gar nicht sagen, wie mir warm ums Herz wird.
Liebe Grüße
Eure Hanni
PS: Man waren die zwei tapfer beim Impfen. Oder lag es am Gummibärchen, auf das sie gaaaanz fest beißen mussten, als Frau Doktor gepikst hat?
Wir sind nicht bei einem Kinderarzt mit den Königkindern sondern in einer normalen Hausarztpraxis. Diese wird betrieben von einem Arzt, der zufällig vor vielen Jahren selbst Zwillingsmädchen bekommen hat. Eine dieser Zwillinge ist nun in die Praxis mit eingetreten und praktiziert dort selbst. Sehr nette und liebe Menschen, die sich immer freuen, wenn unsere Zwillinge kommen. Da unsere zwei ...zum Glück und klopf auf Holz... schon lange nicht mehr krank waren, sind wir momentan selten dort. Als wir heute gerade mitten in der U7 waren, fragte uns Frau Doktor etwas ungewöhnliches.
Ihr Vater ist schwer erkrankt und hatte vor Wochen gefragt, wie es denn wohl den Königskindern gehe. Sie fragte uns, ob wir nach der Untersuchung mit ihr nach nebenan in die Wohnung kommen wollen, um einen Krankenbesuch zu machen. Gerne. Allerdings war ich nicht darauf gefasst, wie schlecht es dem Herrn Doktor wirklich geht. Er liegt im Wohnzimmer in einem Pflegebett und konnte sich nicht einmal aufsetzen. Er ist nur noch Haut und Knochen und seine Hand zitterte als ich ihn begrüßte.
Die Kinder waren trotz Impfung super gut drauf und sind gleich um ihn herumgetobt. Er fand das alles herrlich und zum Abschied sagte seine Frau, dass wir heute Freude verbreitet haben.
Wow... Das war sehr bewegend für mich. So direkt vor meinen Augen das Ende und den Anfang des Lebens zu sehen. Könnt ihr euch noch an meinen Post vom Fußabdruck erinnern? Mich hat es damals glücklich gemacht, dass ich irgendwo einen Fußabdruck auf einer Seele hinterlassen darf. Meine Kinder schaffen das bereits jetzt schon. Kaum auf dieser Welt unterwegs verbreiten sie bereits Freude und machen einen sehr kranken Mann glücklich. Sie hinterlassen ihre Fußabdrücke auf der Seele eines für uns fremden Menschen. Leute, ich kann euch gar nicht sagen, wie mir warm ums Herz wird.
Liebe Grüße
Eure Hanni
PS: Man waren die zwei tapfer beim Impfen. Oder lag es am Gummibärchen, auf das sie gaaaanz fest beißen mussten, als Frau Doktor gepikst hat?
Freitag, 21. Oktober 2016
Warum lässt sich Glück so schwer beschreiben?
Ich möchte schon seit Tagen schreiben. Warum mache ich das dann nicht einfach? Ja, klar, die Kinder...die fehlende Zeit...die Arbeit...der Haushalt... alles Quatsch. Wenn ich möchte, finde ich auch einen Weg. Also warum mache ich es denn nun nicht?
Ich wollte erzählen, dass der Abschied von der Brust den Kindern total leicht gefallen ist. Nie gab es Versuche, wieder zu trinken. Nur meiner Brust viel der Abschied schwer. Der ganze Klimbim mit Salbei- und Pfefferminztee, Ausstreichen unter der Dusche, Druck abpumpen hat 10 Tage lang nix gebracht. Jeden Morgen waren die Dinger voll bis zum Anschlag und wurden zum Schluss heiß und rot. Da half nur noch der Weg zum Doc und Tabletten. Davon bin ich zwar müde geworden aber die haben sofort geholfen.
Ich wollte erzählen, dass ich beim Kastaniensammeln plötzlich ganz fest an meinen Floh denken musste. Ich habe mich erinnert, wie schwer mir der Gedanke fiel, nie mit ihm im Herbst durch die Blätter zu laufen...nie Kastanien zu sammeln. Jetzt ist es schon drei Jahre her, als ich ihn verlor. Und nun darf ich es mit meinen zwei Wunderkindern tun.
Ich wollte erzählen, wie turbulent und schwer manche Tage sind...wenn die Kinder beschließen, üble Laune zu haben. Und wiederum wie wunderschön (zum Glück) alle anderen Tage sind.
Ich wollte erzählen wie ich langsam immer mehr Freiraum zurück bekomme. Die Kinder schlafen meist durch und ich habe die Zeit für einen kompletten Film im Fernsehen. Jihaaaa.... Natürlich erst nachdem die Spülmaschine, die Waschmaschine und der Trockner läuft und kein Lego mehr im Weg rumliegt. letzteres kann nachts nämlich ganz schön schmerzhaft sein wenn man barfuß rumläuft.
Ich wollte... ach was.... in Wahrheit platze ich fast vor Glück und Stolz und kann es einfach nicht in Worte fassen.
Ich bin kein Alltagsblogger. Selbst zu meiner Kinderwunschzeit habe ich mich mehr über mein Innerstes ausgelassen als über Alltagsblabla. Ich kann das einfach nicht. Ich bin wohl mehr der Seelenblogger. Mir hat lange der Mut gefehlt... falls das überhaupt das richtige Wort dafür ist... ich habe jedenfalls lange gebraucht, dieses Glück und diesen Stolz zuzulassen. Allzu oft vermutete ich irgendwo einen Haken. Allzu oft beschlich mich ein schlechtes Gewissen denen gegenüber, die nicht so viel Glück hatten wie wir. Aber ich habe mich gefunden. Ich liebe meine Königskinder aus tiefster Seele. Und nun hocke ich da und weiß nicht, wie ich das beschreiben soll. Ich würde so gerne vieles schreiben aber Glück ist wirklich schwer zu beschreiben. Es liegt wohl im Detail und in den kleinen Dingen.
Ich kann jedenfalls sagen, dass es mir warm ums Herz wird, wenn irgendwann in den frühen Morgenstunden meine kleine Hanni neben meinem Bett steht und leise Mami sagt, ich nur noch die Decke zu lupfen brauche damit sie sich an mich kuscheln kann um gleich wieder einzuschlafen.
Ich kann auch noch sagen, dass ich jedesmal stolz lächle, wenn wir irgendwo fremd sind und mein kleiner Manni selbstsicher sich selbst und seine Schwester vorstellt und dabei betont, dass er der "Bub" ist.
Und ja...selbst als sie zusammen auf dem Tisch getanzt und schließlich den Kronleuchter von der Decke gerissen haben war ich irgendwie stolz auf meine zwei mutigen Kinder. Klar, ich war auch besorgt, wütend und überrascht, dass sie das überhaupt hinbekommen haben.
So liegt wohl, zumindest mein persönliches, Glück in den kleinen Dingen, die mir täglich meine zwei Wunder bescheren. Auch wenn ich´s schwer beschreiben kann, es fühlt sich gut an.
Eure Hanni
Mittwoch, 14. September 2016
Ein neuer Abschnitt beginnt...
Es ist soweit. Wir nehmen Abschied vom Stillen. Ein weiter Schritt zur Selbstständigkeit wird gegangen.
Ich gehe ihn mit einem lachenden und mit einem weinenden Auge. Ich habe sehr gerne gestillt und meine zwei Königskinder haben gerne genuckelt. Aber wie man so schön sagt, irgendwann merkt man, dass es Zeit ist. Zeit zum Aufhören. Ich habe wochenlang mit mir gerungen. Einerseits habe ich diese enge Verbundenheit sehr genossen. Aber nicht immer. In manchen Nächten ging es mir gehörig auf die Nerven.
19 Monate, 3 Wochen und ein paar Tage haben meine Babys meine Milch getrunken. Ab jetzt gibt's nur noch Milch aus dem Kühlregal. Ich habe lange nach Erfahrungsberichten gesucht, aber irgendwie erzählt jeder immer nur "Ach ich habe abgestillt.". Ich finde im Übrigen das Wort "Abstillen" voll doof. Ich sag jetzt einfach "Abschied". Jedenfalls habe ich nichts vernünftiges gefunden. Wie geht denn nun dieser Abschied von statten? Schließlich ist das für alle Beteiligten ein großer Schritt. Den Kindern wird ein Stück Geborgenheit und Sicherheit genommen. Und für die Mami ist es eben ein kleiner Abschied. Das letzte Mal stillen vor dem großen Tag habe ich noch einmal richtig bewusst erlebt.
So... und wie geht das jetzt? Ich habe seit ein paar Tagen die Stillmahlzeiten verkürzt. Soweit das ging, denn nachts schlafe ich gerne mal dabei ein. Wir haben sowieso nur noch einmal am Vormittag und abends zum einschlafen gestillt... naja und eben nachts. Ich habe immer sanft gesagt "Jetzt kannst du loslassen, wir sind fertig", sobald ich gemerkt habe, dass nur noch genuckelt wird und nicht mehr getrunken. Ich dachte mal so zur Vorbereitung auf den großen Moment kann das nicht schaden. Momentan haben wir 1,5 Tage ohne stillen hinter uns. Der Ausfall der ersten Vormittagsstillmahlzeit war mit vielen Tränen verbunden. Ich habe erklärt, dass Mami nun leer ist. Aber verständlicher weise hat das keinen interessiert. Manni hat mich gekratzt und gehauen und viel geweint. Aber plötzlich.... der Raupe Nimmersatt sei Dank... waren die Löcher im Buch wichtiger als Mamis Brust. Hanni hingegen war vernünftiger. Sie hat zwar auch geweint aber sich von Papi trösten lassen. Der hat zum Glück noch Urlaub diese Woche und zu zweit schaffen wir das schon irgendwie. Vor der Einschlafstillmahlzeit hatte ich Angst. Erst gab es wieder Tränen sogar ich hab geweint. Aber wir haben ein Glas Milch mit ins Bett genommen und jeder durfte daraus trinken. Dann haben die zwei sich an mich gekuschelt und sind in unserer Mitte total friedlich eingeschlafen. Wir haben beide in ihre Betten gelegt ohne Mullen und Knullen. Ich war baff. Gegen halb 1 Uhr in der Nacht hat Manni mich gerufen. Ich muss dazu sagen, dass die Kinderbetten immer noch bei uns im Schlafzimmer stehen. Ich bin einfach noch zu faul, nachts von Zimmer zu Zimmer zu laufen. Manni war nicht entzückt, dass es keine Mami-Milch gab. Ich habe ihn mit Geschrei ins Bad mit genommen um Hanni nicht zu wecken. Da hatte ich so kleine Becher deponiert und es gab Wasser aus dem Wasserhahn. Nach 20 Minuten war er damit zufrieden und ich habe ihn mit zu mir ins Bett genommen, wo er selig bis heute morgen geschlummert hat. Gegen 5 Uhr kam Hanni anmarschiert und auch bei ihr gab es einen kleinen Becher Wasser (aber dieses Mal in meinem Bett). Sie war schneller zufrieden. Es lief so prima, dass wir alle vier bis heute morgen um halb 9 Uhr geschlafen haben und erst vom Kaminfeger geweckt wurden. Haben wir doch tatsächlich verschlafen.
Ich bin gespannt wie es weitergeht. Wie habt ihr denn den Abschied vom Stillen erlebt?
Liebe Grüße
Eure Hanni mit den Megabrüsten... Wenn ihr hierzu auch einen Tipp habt, wäre ich dankbar. Ich trinke Salbeitee, aber ich kann momentan nicht sagen, dass das wirklich hilft.
Ich gehe ihn mit einem lachenden und mit einem weinenden Auge. Ich habe sehr gerne gestillt und meine zwei Königskinder haben gerne genuckelt. Aber wie man so schön sagt, irgendwann merkt man, dass es Zeit ist. Zeit zum Aufhören. Ich habe wochenlang mit mir gerungen. Einerseits habe ich diese enge Verbundenheit sehr genossen. Aber nicht immer. In manchen Nächten ging es mir gehörig auf die Nerven.
19 Monate, 3 Wochen und ein paar Tage haben meine Babys meine Milch getrunken. Ab jetzt gibt's nur noch Milch aus dem Kühlregal. Ich habe lange nach Erfahrungsberichten gesucht, aber irgendwie erzählt jeder immer nur "Ach ich habe abgestillt.". Ich finde im Übrigen das Wort "Abstillen" voll doof. Ich sag jetzt einfach "Abschied". Jedenfalls habe ich nichts vernünftiges gefunden. Wie geht denn nun dieser Abschied von statten? Schließlich ist das für alle Beteiligten ein großer Schritt. Den Kindern wird ein Stück Geborgenheit und Sicherheit genommen. Und für die Mami ist es eben ein kleiner Abschied. Das letzte Mal stillen vor dem großen Tag habe ich noch einmal richtig bewusst erlebt.
So... und wie geht das jetzt? Ich habe seit ein paar Tagen die Stillmahlzeiten verkürzt. Soweit das ging, denn nachts schlafe ich gerne mal dabei ein. Wir haben sowieso nur noch einmal am Vormittag und abends zum einschlafen gestillt... naja und eben nachts. Ich habe immer sanft gesagt "Jetzt kannst du loslassen, wir sind fertig", sobald ich gemerkt habe, dass nur noch genuckelt wird und nicht mehr getrunken. Ich dachte mal so zur Vorbereitung auf den großen Moment kann das nicht schaden. Momentan haben wir 1,5 Tage ohne stillen hinter uns. Der Ausfall der ersten Vormittagsstillmahlzeit war mit vielen Tränen verbunden. Ich habe erklärt, dass Mami nun leer ist. Aber verständlicher weise hat das keinen interessiert. Manni hat mich gekratzt und gehauen und viel geweint. Aber plötzlich.... der Raupe Nimmersatt sei Dank... waren die Löcher im Buch wichtiger als Mamis Brust. Hanni hingegen war vernünftiger. Sie hat zwar auch geweint aber sich von Papi trösten lassen. Der hat zum Glück noch Urlaub diese Woche und zu zweit schaffen wir das schon irgendwie. Vor der Einschlafstillmahlzeit hatte ich Angst. Erst gab es wieder Tränen sogar ich hab geweint. Aber wir haben ein Glas Milch mit ins Bett genommen und jeder durfte daraus trinken. Dann haben die zwei sich an mich gekuschelt und sind in unserer Mitte total friedlich eingeschlafen. Wir haben beide in ihre Betten gelegt ohne Mullen und Knullen. Ich war baff. Gegen halb 1 Uhr in der Nacht hat Manni mich gerufen. Ich muss dazu sagen, dass die Kinderbetten immer noch bei uns im Schlafzimmer stehen. Ich bin einfach noch zu faul, nachts von Zimmer zu Zimmer zu laufen. Manni war nicht entzückt, dass es keine Mami-Milch gab. Ich habe ihn mit Geschrei ins Bad mit genommen um Hanni nicht zu wecken. Da hatte ich so kleine Becher deponiert und es gab Wasser aus dem Wasserhahn. Nach 20 Minuten war er damit zufrieden und ich habe ihn mit zu mir ins Bett genommen, wo er selig bis heute morgen geschlummert hat. Gegen 5 Uhr kam Hanni anmarschiert und auch bei ihr gab es einen kleinen Becher Wasser (aber dieses Mal in meinem Bett). Sie war schneller zufrieden. Es lief so prima, dass wir alle vier bis heute morgen um halb 9 Uhr geschlafen haben und erst vom Kaminfeger geweckt wurden. Haben wir doch tatsächlich verschlafen.
Ich bin gespannt wie es weitergeht. Wie habt ihr denn den Abschied vom Stillen erlebt?
Liebe Grüße
Eure Hanni mit den Megabrüsten... Wenn ihr hierzu auch einen Tipp habt, wäre ich dankbar. Ich trinke Salbeitee, aber ich kann momentan nicht sagen, dass das wirklich hilft.
Freitag, 19. August 2016
Warum ich nie pünktlich bin.
Das hier soll keine Entschuldigung für meine notorische Unpünktlichkeit werden. Ich war glaube ich noch nie wirklich pünktlich. Ich weiß, dass das unhöflich ist. Es tut mir auch meist echt leid. Aber irgendetwas in mir lässt mich ein paar Minuten bevor ich gehen muss, noch schnell dies und das erledigen, denn ich möchte ja schließlich nicht überpünktlich sein. Blöd, ja wirklich blöd... aber so bin ich halt. So war das früher jedenfalls.
ABER jetzt, ich sag euch, wenn ich jetzt eine Verabredung habe, komme ich regelrecht ins Schwitzen. Heute zum Beispiel. Ich war mit einer alten Schulfreundin an unserem wunderschönen süddeuten Meer verabredet. Fahrzeit ca. 45 min incl. Parkplatzsuche habe ich dafür veranschlagt. Ich habe sogar schon morgens angefangen, langsam meine sieben Sachen zusammen zu packen. Für so einen Tag am Wasser braucht man mit zwei Kindern schon so einiges.
Heute war allerdings trotz Vorausplanung der Wurm drinnen. Ja... das ist so. Mit Zwillingen geht man mal nicht eben so spontan wohin. Nein, es gleicht einer kleinen Reise, die geplant werden muss.
Ich lasse euch nun teilhaben an meiner Reiseplanung:
11.00 Uhr
Schlafenszeit im Hause Hanni. Normalerweise. Ok... heute halt nicht. Heute hat man lieber die Schlümpfe schlafen gelegt und mit der Decke "kuckuck" gespielt. Nun gut. Eigentlich wollte ich packen solange die Kids schlafen. Eigentlich!
11:20 Uhr
Ich gebe auf. Wird heute halt nicht geschlafen. Das holen sie ja später im Auto nach. Ich gehe in die Küche zum Kochen. Hinter mir bricht ein Streit um die Stockente aus. Ich bringe die Hinterherziehente ins Spiel und schlichte den Streit bevor das Wasser für die Nudeln kocht. Jeah! Ich bin gut. Jetzt bricht ein Streit um die Hinterherziehente aus während ich die Nudeln ins Wasser kippe. Ok... so gut war ich doch nicht. Dann sollen sie eben schon mal das Besteck rüber tragen. Jeah! Situation gerettet.
12:00 Uhr
Heute wird aber pünktlich gegessen. Das machen wir sonst immer erst gegen 13 Uhr nach dem Schläfchen. Vielleicht bin ich heute mal pünktlich bei meiner Verabredung und telefoniere noch mit einer Freundin. Bin ja schließlich gut in der Zeit.
13:15 Uhr
Küche ist aufgeräumt. Allerdings kippt langsam die Stimmung. Fehlt halt doch der Schlaf. Ich habe die Schranktür nicht ganz geschlossen und als ich es bemerke, sind alle Kaffeekapseln am Boden verteilt und sie spielen mit meinen Gewürzen. Ich korrigiere... die Küche war aufgeräumt. Während ich das Chaos beseitige entsteht im Wohnzimmer ein Neues. Egal. Das beseitige ich später. Ich muss langsam Gas geben. Kacka... oh... Kacka mal zwei. Gut ist das hoffentlich für heute auch erledigt.
13:40 Uhr
Ich muss packen. 2x2 Badehosen, Wechsel-Shirts, Ersatzhosen, Handtücher... Habe ich alles ja bereits vorbereitet. Mist, habe Socken vergessen. Ich gehe schnell hoch und habe die Wohnzimmertür nur angelehnt. Als ich wieder runterkam, waren alle Schuhe sonst wo und die Gästeschlappen unter den Schuhschrank gestopft. Das mach ich noch schnell ordentlich. Die Stimmung kippt weiter. Ich verteile Hirsekringel zur Aufmunterung.
13:50 Uhr
Während Manni den blöden Hirsekringel an der Tapete im Flur verteilt hat Klein-Hanni meine Tasche, die ich gerade gepackt habe, wieder ausgeräumt und das Quetschobst entdeckt. Ok... keine Tränen jetzt bitte. Ich öffne den Quetschobstbeutel. Natürlich will jeder einen. Jetzt bemerke ich, dass ein Schuh fehlt. Puh... Im Wohnzimmer unter dem Sofa taucht er auf. Ah, da liegt auch der zweite Beißring, den ich schon vermisst habe. Im Flur werden nun zum zweiten Mal die Gästeschlappen unter den Schuhschrank gestopft und in meine gepackte Tasche gesteckt. Ich schimpfe. Es hilft nicht. Manni hat seine Trinkflasche mal eben leer getrunken. Also gut... jetzt aber wirklich Gas geben.
14:15 Uhr
Ich schaffe es, irgendwie Kinder, zwei Taschen und Kinderwagen ins Auto zu packen und düse los. Zum Glück ist nicht viel los auf der Autobahn und ich komme gut durch.
15:01 Uhr
Ich parke.... Weeeeeeeeeit weg von meinem Ziel. Mein VW-Bus ist halt doch etwas länger als mein alter Peugeot (aber sooooo geil zum fahren und wir haben Platz ohne Ende). Bis ich ausgeladen habe und an meinem Ziel bin ist es 15:30 Uhr. Eine halbe Stunde zu spät. Dabei hat alles so gut angefangen.
Aber die Reise war es wert. Die Kinder haben viel Spaß auf einem sehr schönen Wasserspielplatz. Ich bemerke, dass ich für die Kinder an alles gedacht habe nur mich mal wieder vergessen habe. Die Kinder haben sogar Servietten zum Finger putzen nach dem Pfirsich und Mami sitzt mit nasser Hose ohne Vesper da. Egal... war trotzdem ein schöner Tag.
Liebe Grüße
Eure Hanni
PS: Ich hoffe, die Frau mit arabischer Kopfbedeckung verzeiht, dass Manni entzückt "Geist" gerufen hat, als sie vorbei lief. Wir spielen immer Geist nach dem Duschen mit dem Handtuch, das hat er wohl verwechselt.
Mittwoch, 10. August 2016
Wow... was war das denn?
Hammer...
Gestern um diese Zeit war ich den Tränen nahe... nein... sie sind gelaufen. Ich war am Ende. Die Kinder waren die letzten Tage so mies drauf.
Irgendwie kann ich das ja schon verstehen. Kennt ihr das? Man möchte irgendetwas tun und es will einfach nicht klappen. Ich kenne das vom Häkeln. Am Anfang habe ich mir schier die Finger gebrochen und ständig den Faden verloren. Jetzt stellt euch mal vor, wie das für die kleinen Königskinder sein muss. Wenn man ALLES lernen muss. Man möchte etwas unbedingt haben, kommt selbst nicht ran und kann nur DA sagen. Die Kommunikation mit Mami ist somit echt schwierig. Wie gesagt, ich verstehe ja die Sachlage.
ABER...Wenn schon am frühen Morgen um das Handtuch gestritten wird und wir haben tatsächlich mehr als nur dieses eine... Frühstück nicht schnell genug geht und der Tee auf dem Tisch-Stuhl-Shirt landet... geschupst, gedrängelt, gekratzt, gehauen und geweint wird... Und vor allem gebockt wird und ich nur "Nein Nein Nein" höre... dann weiß ich, dass der Tag gelaufen ist, bevor er richtig anfängt. Das ging nun schon ein paar Tage so und nachts war es nicht besser. Keiner wollte in sein Bett und nach nicht mal einer Stunde war man schon wieder wach und weinte.
Es gibt ja immer mal wieder einen solchen Tag aber die letzten waren wirklich kraftraubend. Ich wusste tatsächlich nicht mehr, was ich tun sollte. So fies habe ich meine Kinder untereinander noch nie erlebt. Sie klaute ihm ständig das Spielzeug, schupste ihn weg wenn ich zu beiden auf den Boden gesessen bin und riß ihm die Bücher aus der Hand. Kein Wunder, dass er knatschig wurde und mit hochrotem Kopf zornig kratzen möchte.
Gestern Nachmittag habe ich aufgegeben, irgendetwas auf die Reihe zu bekommen und bin einfach nur für Stunden zu den Kids auf den Boden gesessen und habe versucht, irgendwie Ruhe reinzubekommen. Keine Chance. So sind wir alle mit Tränen ins Bett.
Und heute? Ich habe wahre Engel als Kinder. Sie lachen wieder herzhaft und spielen miteinander. Die zwei sind zum knutschen. Das habe ich heute auch tausendmal gemacht. Die denken bestimmt, Mami hat n Knall. Aber wenn Manni sich den Papierkorb aufsetzt und Klein-Hanni sich darüber nicht mehr einkriegt, oder wenn sie sich das Handtuch umwickelt und er laut "Geist" ruft...da muss ich die zwei doch einfach vernudeln!
Oje... warum haben es die Zwerge auch nur so schwer, wenn sich mal wieder ein Entwicklungsschub anbahnt? Als Mami bleibt einem fast nichts anderes übrig als einfach nur da zu sein und cool zu bleiben. Ist ja alles immer nur eine Phase, nicht wahr?
Bis bald mal
Eure Hanni... die bisher nicht einmal durchs Babyphone "gerufen" wurde... und wir haben 22:30 Uhr!!!
Gestern um diese Zeit war ich den Tränen nahe... nein... sie sind gelaufen. Ich war am Ende. Die Kinder waren die letzten Tage so mies drauf.
Irgendwie kann ich das ja schon verstehen. Kennt ihr das? Man möchte irgendetwas tun und es will einfach nicht klappen. Ich kenne das vom Häkeln. Am Anfang habe ich mir schier die Finger gebrochen und ständig den Faden verloren. Jetzt stellt euch mal vor, wie das für die kleinen Königskinder sein muss. Wenn man ALLES lernen muss. Man möchte etwas unbedingt haben, kommt selbst nicht ran und kann nur DA sagen. Die Kommunikation mit Mami ist somit echt schwierig. Wie gesagt, ich verstehe ja die Sachlage.
ABER...Wenn schon am frühen Morgen um das Handtuch gestritten wird und wir haben tatsächlich mehr als nur dieses eine... Frühstück nicht schnell genug geht und der Tee auf dem Tisch-Stuhl-Shirt landet... geschupst, gedrängelt, gekratzt, gehauen und geweint wird... Und vor allem gebockt wird und ich nur "Nein Nein Nein" höre... dann weiß ich, dass der Tag gelaufen ist, bevor er richtig anfängt. Das ging nun schon ein paar Tage so und nachts war es nicht besser. Keiner wollte in sein Bett und nach nicht mal einer Stunde war man schon wieder wach und weinte.
Es gibt ja immer mal wieder einen solchen Tag aber die letzten waren wirklich kraftraubend. Ich wusste tatsächlich nicht mehr, was ich tun sollte. So fies habe ich meine Kinder untereinander noch nie erlebt. Sie klaute ihm ständig das Spielzeug, schupste ihn weg wenn ich zu beiden auf den Boden gesessen bin und riß ihm die Bücher aus der Hand. Kein Wunder, dass er knatschig wurde und mit hochrotem Kopf zornig kratzen möchte.
Gestern Nachmittag habe ich aufgegeben, irgendetwas auf die Reihe zu bekommen und bin einfach nur für Stunden zu den Kids auf den Boden gesessen und habe versucht, irgendwie Ruhe reinzubekommen. Keine Chance. So sind wir alle mit Tränen ins Bett.
Und heute? Ich habe wahre Engel als Kinder. Sie lachen wieder herzhaft und spielen miteinander. Die zwei sind zum knutschen. Das habe ich heute auch tausendmal gemacht. Die denken bestimmt, Mami hat n Knall. Aber wenn Manni sich den Papierkorb aufsetzt und Klein-Hanni sich darüber nicht mehr einkriegt, oder wenn sie sich das Handtuch umwickelt und er laut "Geist" ruft...da muss ich die zwei doch einfach vernudeln!
Oje... warum haben es die Zwerge auch nur so schwer, wenn sich mal wieder ein Entwicklungsschub anbahnt? Als Mami bleibt einem fast nichts anderes übrig als einfach nur da zu sein und cool zu bleiben. Ist ja alles immer nur eine Phase, nicht wahr?
Bis bald mal
Eure Hanni... die bisher nicht einmal durchs Babyphone "gerufen" wurde... und wir haben 22:30 Uhr!!!
Sonntag, 31. Juli 2016
An Tagen wie diesen...
... wünsch´ ich mir keine Unendlichkeit. Trotzdem liebe ich Tage wie diese. Sie sind einfach Leben pur. Heute abend werde ich mit meinem Mann im Strandkorb sitzen; den habe ich zum Geburtstag bekommen und wohne seitdem in diesem Teil...herrlich;... naja, also wir werden im Strandkorb sitzen und nochmal herzhaft lachen über diesen Start in den Tag.
Kurz vor 7 Uhr im Bett. Klein-Hanni rechts in meinem Arm, Manni links von mir, schiebt mein T-shirt hoch und ruft "Miiich" bevor er sich auf meine Brust wirft und trinkt. Ok... So kann man mich auch wecken. Nachdem ich ihm klar machen wollte, dass ich Pipi muss und nicht mehr liegen möchte...die ersten Tränen. Also gut, mache ich halt Pipi mit Manni auf dem Arm, der sich an mich klammert. Wieder zurück ins Bett zum Kuscheln, so war mein Plan, stehen beide Kinder kurzerhand auf und bringen mir meine Brille und meinem Mann Legosteine.
Naja, dann gehe ich eben duschen. Dachte ich, allerdings nicht alleine, denn die zwei Nackedeis sind mit größer Selbstverständlichkeit einfach mitgekommen. War ja auch ganz lustig. Nur ist die Duscherei irgendwann auch mal wieder beendet. Sehr zum Leidwesen der Zwerge...wieder Tränen.
Anziehen, Frühstück...
Oh der Brötchendienst hat wohl verschlafen und noch nicht geliefert. Zum Glück haben wir noch "altes" Brot :-( Nun gut, Eier geplatzt, Klein-Hanni verteilt ihr Müsli auf dem Tisch und Manni schreit schon wieder "Miiich"... diesmal meint er die aus dem Tetrapack. Mein Mann sucht angespannt sein Ladekabel vom iPod und bevor ich endlich mal ein Brot für mich geschmiert habe, Stinki in der Hose. Nein, nicht bei mir sondern Manni. Gut, neue Windel... Versuch 2 ein Brot für mich zu schmieren, da bleibt die Butter am Messer kleben und fällt in meinen inzwischen kalten Kaffee. Macht nichts, denn inzwischen ruft Klein-Hanni "Popo Aua". Also Stinki Nummer 2. Mein Mann frägt währenddessen, ob er schon mal den Tisch abräumen kann. Nein, denn ich habe immer noch kein Brot gegessen.
Puh...Schatz hat Mitleid und holt den Kinderwagen. Plan war mal schnell um den Block zu laufen, damit die Kids vielleicht nochmal die Augen schließen und den Reset-Knopf für diesen Tag zu drücken. Wie hätte es auch anders sein sollen... er kam genau 100 Meter weit bevor, wie sagt man so schön, Starkregen einsetzte. Kinder und Mann klatschnass nach 15 Minuten im Dauerlauf wieder zuhause angekommen und...was wohl... Tränen. Ich konnte wenigstens das Frühstückschaos beseitigen und meinen kalten Kaffee mit Butter wegschütten. Um 10:44 Uhr kamen die Brötchen, die auch einen schlechten Start in den Tag hatten. Die sehen aus, als ob jemand drauf geschlafen hat, vermutlich der Fahrer.
Aber was soll`s? Ich muss erstmal eine Runde lachen. Mein Mann versucht gerade mit dem Staubsauger die Kinder bei Laune zu halten während ich Steuererklärungen mache (psssst...in Wahrheit blogge ich). Manni gefällt Saugen, er weiß inzwischen auch wo der AUS-Knopf ist. Ich höre hier im Büro jedenfalls wie der Staubsauger wwwwh wwwwh wwwwh macht und mein Mann schimpft.
Herrlich oder? Dabei ist gerade mal 12:49 Uhr. Ich bin gespannt, wie der Tag weitergeht.
Eure Hanni
Kurz vor 7 Uhr im Bett. Klein-Hanni rechts in meinem Arm, Manni links von mir, schiebt mein T-shirt hoch und ruft "Miiich" bevor er sich auf meine Brust wirft und trinkt. Ok... So kann man mich auch wecken. Nachdem ich ihm klar machen wollte, dass ich Pipi muss und nicht mehr liegen möchte...die ersten Tränen. Also gut, mache ich halt Pipi mit Manni auf dem Arm, der sich an mich klammert. Wieder zurück ins Bett zum Kuscheln, so war mein Plan, stehen beide Kinder kurzerhand auf und bringen mir meine Brille und meinem Mann Legosteine.
Naja, dann gehe ich eben duschen. Dachte ich, allerdings nicht alleine, denn die zwei Nackedeis sind mit größer Selbstverständlichkeit einfach mitgekommen. War ja auch ganz lustig. Nur ist die Duscherei irgendwann auch mal wieder beendet. Sehr zum Leidwesen der Zwerge...wieder Tränen.
Anziehen, Frühstück...
Oh der Brötchendienst hat wohl verschlafen und noch nicht geliefert. Zum Glück haben wir noch "altes" Brot :-( Nun gut, Eier geplatzt, Klein-Hanni verteilt ihr Müsli auf dem Tisch und Manni schreit schon wieder "Miiich"... diesmal meint er die aus dem Tetrapack. Mein Mann sucht angespannt sein Ladekabel vom iPod und bevor ich endlich mal ein Brot für mich geschmiert habe, Stinki in der Hose. Nein, nicht bei mir sondern Manni. Gut, neue Windel... Versuch 2 ein Brot für mich zu schmieren, da bleibt die Butter am Messer kleben und fällt in meinen inzwischen kalten Kaffee. Macht nichts, denn inzwischen ruft Klein-Hanni "Popo Aua". Also Stinki Nummer 2. Mein Mann frägt währenddessen, ob er schon mal den Tisch abräumen kann. Nein, denn ich habe immer noch kein Brot gegessen.
Puh...Schatz hat Mitleid und holt den Kinderwagen. Plan war mal schnell um den Block zu laufen, damit die Kids vielleicht nochmal die Augen schließen und den Reset-Knopf für diesen Tag zu drücken. Wie hätte es auch anders sein sollen... er kam genau 100 Meter weit bevor, wie sagt man so schön, Starkregen einsetzte. Kinder und Mann klatschnass nach 15 Minuten im Dauerlauf wieder zuhause angekommen und...was wohl... Tränen. Ich konnte wenigstens das Frühstückschaos beseitigen und meinen kalten Kaffee mit Butter wegschütten. Um 10:44 Uhr kamen die Brötchen, die auch einen schlechten Start in den Tag hatten. Die sehen aus, als ob jemand drauf geschlafen hat, vermutlich der Fahrer.
Aber was soll`s? Ich muss erstmal eine Runde lachen. Mein Mann versucht gerade mit dem Staubsauger die Kinder bei Laune zu halten während ich Steuererklärungen mache (psssst...in Wahrheit blogge ich). Manni gefällt Saugen, er weiß inzwischen auch wo der AUS-Knopf ist. Ich höre hier im Büro jedenfalls wie der Staubsauger wwwwh wwwwh wwwwh macht und mein Mann schimpft.
Herrlich oder? Dabei ist gerade mal 12:49 Uhr. Ich bin gespannt, wie der Tag weitergeht.
Eure Hanni
Abonnieren
Posts (Atom)