Dienstag, 14. April 2015

Abendritual und so

Ok...meine sind echt noch klein und brauchen noch kein Ritual. Ihr habt ja recht. Ich denke, die einzige, die das braucht, bin ich selbst. Ich habe ständig das Gefühl, nichts auf die Reihe zu bekommen. Familie Hanni ist von Natur aus eher tüddelig. Und ruckzuck ist so ein Morgen im Bett vertüddelt. Folglich zieht sich alles bis spät in den Abend. So geht das nicht mehr. Planänderung!

Frau Hanni nimmt den Finger aus den Po und steht morgens rechtzeitig auf. Also halt rechtzeitig in meinem Sinne. Ich bin kein Earlybird. Meist stille ich so gegen 6 Uhr morgens nochmal ausgiebig und danach sind die zwei richtig fit. Wir brabbeln dann noch etwas im Bett und gegen halb neun schreiten wir zur Morgentoilette. Das ist doch auch eine angenehme Zeit um aufzustehen, oder? Und ich habe tatsächlich noch was vom Morgen.

Und abends? Da machen wir es jetzt so, dass ich gegen 21 oder 22 Uhr nochmal stille. Danach gibt's den Schlafi an und die zwei wandern in ihr Bett im Schlafzimmer. Mein Mann geht mit und übernimmt die erste Schicht. Ich verkrümel mich ins Gästezimmer und schlafe. Das hört sich zwar doof an. Aber so kann ich total abschalten und Kräfte sammeln...weiß, dass die zwei unter Kontrolle sind...brauche nicht bei jedem "Ähhh" von den Kindern wach werden. Wenn der Nachthunger kommt...meist gegen 3 Uhr oder etwas später... holt mein Mann mich und ich ziehe um ins Schlafzimmer.

Dann...jetzt kommt´s...habe ich eine Stillposition ausprobiert, mit der wir super zurecht kommen. Ich kann tatsächlich alleine bequem Tandemstillen. Dazu lege ich mich auf die Seite leicht nach hinten gelehnt und stütze meinen Rücken mit dem Stillkissen. Ein Kind wird an die untere Brust angelegt, seitlich neben mich. So stillen Einlingsmamas ja auch. So...nun aber kommt das zweite Kind oben bäuchlings quer über meine Seite mit seinen Beinen hinten auf dem Stillkissen an meine obere Brust. Hierbei hilft mein Mann noch. Ich muss noch etwas das Köpfchen vom oberen Kind stützen. Geht aber auch prima wenn ich mir ein paar zusammengerollte Socken unter die Brust stopfe. So können wir sogar alle drei einschlafen. Wenn ich mich aus dieser Position "befreien" möchte, ziehe ich das untere Kind weg. Kleiner Tipp: Ich lege die Kinder meist auf Spucktücher ab, so kann ich mit einer Hand die Kinder mitsamt Tuch wegziehen oder sogar wenn nötig, wie der Storch es macht, auch mal mitsamt Tuch hochheben. Muss ja oft alles mit einer Hand machbar sein. Und außerdem spuckt man mir nicht gleich aufs Laken. So... zurück zu meiner Befreiungsaktion. Unteres Kind ist weggeschoben. Jetzt kann ich mich langsam aufrichten und lass das obere Kind dabei sanft in meinen Arm rollen. Tadaa... Und schon kann ich beide wieder in ihr Bett legen ohne dass sie aufwachen. Das hat jetzt ein paar Tage reibungslos geklappt. Seit gestern machen die Kids irgendwie nicht mehr mit. Der untere trinkt so schlecht und verliert die Brust immer wieder. Naja... ich bleibe dran, denn die Position hat mir gut gefallen.

So habe ich zumindest mal die zwei Dinge, über die ich mich im letzten Post geärgert habe, geändert. Danke an die guten Tipps von euch. Ich werde sicherlich mal drauf zurückgreifen.

Liebe Grüße und gute Nacht
Eure Hanni

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