Samstag, 20. September 2014

Praktisches rund um die Schwangerschaft


An was man so alles denken muss...darf...sollte...während einer Schwangerschaft. Erstlingsausstattung, Kinderzimmereinrichtung, Kleider- und Windelgrößen usw. Es gibt in jeder App und jeder Zeitschrift Checklisten, die Erst-Mamas helfen, einen Einkaufszettel zu erstellen. Darauf möchte ich hier gar nicht eingehen. Da gibt es erfahrenere Frauen als mich, die hierbei helfen können. Was man aber gerne mal in diesem ganzen Einkaufsrausch vergisst, verdrängt, wie auch immer, ist eine klitze kleine Gefahr, die ganz böse enden kann.

Eine Scheideninfektion. Wie mein Arzt immer betont, ist das die häufigste Ursache für Frühgeburten. Meist ausgelöst durch Bakterien oder Pilze kann so eine Infektion über den Muttermund nach oben in die Fruchtblase wandern und auf Fruchtwasser und Kind übergehen.

Jetzt keine Panik. Nicht jede Infektion ist gleich tragisch. Das wird sie erst, wenn sie unentdeckt bleibt. Denn nicht immer geht sowas einher mit Jucken und Brennen und iiiiihhhpfui-Ausfluss. Ich benutze daher zur Intimreinigung schon seit langem Einmalwaschlappen. Nicht die bunten Frotteeteile von Oma. Kennt ihr die noch? Ich habe die mir als Kind immer vor die Augen gehalten, wenn Mama mir die Haare gewaschen hat, solange ich in der Badewanne mit Fichtennadelschaumbad gesessen bin. Unvergesslich. Jedenfalls sind die Dinger nicht zur Intimpflege geeignet. Im Allgemeinen gilt, da unten nach dem Pipi und so immer schön trocken tupfen und nicht wie wild von hinten nach vorne wischen. Aber das weiß man ja schon längst.

Bakterien mögen keine saure Umgebung. Daher ist unser Scheidenmilieu sauer. Verändert sich nun dieses Milieu, können sich Bakterien leichter vermehren und eine Entzündung auslösen. Unser Frauenarzt testet bei jeder Untersuchung den pH-Wert der Scheide mit einem Teststreifen. Ich gehe aber nur einmal im Monat zu ihm. Daher habe ich mir solche Testhandschuhe für zuhause besorgt. Zu Beginn meiner Schwangerschaft erinnerte ich mich, dass eine Freundin die schon bei ihrer letzten Schwangerschaft hatte. Wenn ich mich recht entsinne, hat sie die sogar von ihrer Krankenkasse geschenkt bekommen. Das gibt es bei meiner Kasse leider nicht. Ich hab mir die Dinger selbst gekauft. Sogar gleich im 50er Pack und mit einer Freundin geteilt, die auch gerade schwanger ist. So lassen sich die Kosten minimieren. Mein Arzt war ganz begeistert, dass ich wöchentlich  zu Hause teste. Er meint, wenn der Wert irgendwann mal vom Normbereich abweichen sollte, brauche ich noch nicht in Panik zu geraten, sondern einfach anrufen und vorbeikommen. Dann kann rechtzeitig danach geschaut werden. Geht echt ganz einfach. An einem Finger von diesen Handschuhen befindet sich ein Testblättchen. Also Finger rein da unten und schon kann man an einer Farbscala den pH-Wert ablesen. Ich mache das jeden Montag. Ich sage nur: Einfach und effektiv.

Schade, dass sowas nicht auf jeder Checkliste oder jeder App für Schwangere steht.

Liebe Grüße
Eure Hanni

PS: Vor kurzem hat mich übrigens ein online-Magazin angeschrieben, ob ich ein paar Fragen zur Schwangerschaft und so beantworten möchte. Das Ergebnis könnt ihr hier sehen...
http://familista.de/vonfuer-mamis/steckbrief-hanni/





1 Kommentar:

  1. Liebe Hanni,
    der Steckbrief liest sich toll!
    Du hast ein so schöne Art zu schreiben!
    Alles Liebe für dich und deine zwei kleinen Herzchen in dir!
    ♥ Lilly

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