Montag, 15. Februar 2016

Eigentlich


...Eigentlich sollte ich arbeiten
...Eigentlich sollte ich Wäsche machen
...Eigentlich sollte ich im nächsten Artikel meinen Produkttest beschreiben
...Aber eigentlich liegt mir gerade etwas anderes auf dem Herzen

Abstillen!

Ich habe mir bisher darüber (auch hier setze ich jetzt mal den Weichmacher "eigentlich") noch gar keine Gedanken gemacht. Irgendwie dachte ich immer, das kommt von selbst. Ich hole jetzt mal aus und plaudere einfach drauf los:

Mein Mann ist gerade ein paar Tage krankgeschrieben mit Erkältung und bösem Husten. Achtung...jetzt werde ich fies... Wie manche Männer nun mal so sind, sind sie bei diesen Symptomen kurz vor der Notaufnahme. Meiner zumindest. Ja, ich liebe ihn trotzdem aber in diesen Momenten finde ich, übertreibt er. Egal... jedenfalls leidet er nicht nur tagsüber sondern auch nachts.... ja, ich bin schon wieder fies, aber ich habe auch eine Erkältung und muss nicht ständig leiden. Abgesehen davon habe ich fürs Leiden gar keine Zeit. Zurück zum Thema. Mein Mann leidet primär nachts. Und nachts ist es bei uns leider, leider, leider und nochmal leider nicht still genug um richtig zu leiden. Denn wir haben Zwillinge. Es soll ja Kinder und auch Zwillinge geben, die man einfach ins Bett legt und dann herrscht sofort Ruhe für viele, viele Stunden. Nicht bei uns. Im Gegenteil.

Ich weiß, alles nur eine Phase. Das ganze Internet und ganze Buchgeschäfte sind voll von Artikeln und Bücher über "Kinder und Schlafen". Wenn ich möchte, finde ich Berichte von "schreien lassen" oder Familienbett, Fläschchen geben oder kein Fläschchen geben. Stillen bis in den Schlaf oder wach ins Bett legen. Es findet sich alles. So ist es eben, dieses Thema. Vielschichtig und dabei darf man nicht vergessen, jedes Kind ist anders. So ist es jedenfalls bei uns. Ich behandle beide Kinder gleich und eines hat einen tollen Schlaf und das andere kommt 495tausend mal in der Nacht.

Bisher hat es meinen Mann nicht wirklich gestört. Im Gegenteil, er hat mir des Öfteren schon helfen müssen. Aber wie schon gesagt...jetzt leidet er und ist morgens total fertig. Heute morgen gab es dann eine Diskussion. Er ist der Meinung, ich solle nachts Fläschchen geben damit Manni besser schläft. Ich bin der Meinung, das ändert rein gar nichts. Denn Manni, ganz männlich, hängt die ganze Nacht an der Brust zum schlotzen und nicht zum trinken.

Keine Ahnung warum er so ein schlechtes Schlafverhalten hat. Wir achten auf Regelmäßigkeiten und Rituale. Und wie gesagt... Klein-Hanni schläft auch prima. Steht vielleicht zwei oder drei mal in ihrem Bett und macht sich bemerkbar, trinkt an der Brust und schläft weiter. Manni hingegen will gerade nicht mal in seinem Bett liegen.

Jetzt habe ich gehört, dass sich durchs Abstillen bei manchen Kindern das Schlafverhalten bessert. Nun mache ich mir zum ersten  mal Gedanken übers Abstillen. Eigentlich (schon wieder eigentlich) möchte ich noch nicht. Dann ist es wohl noch nicht der richtige Zeitpunkt. Andererseits will ich auch nicht in der großen Pause auf dem Schulhof meine Kinder noch stillen, das wäre denen bestimmt peinlich vor ihren Schulkameraden.

Ach herrje... was mach ich nur? Wann merkt man, dass es der richtige Zeitpunkt zum Abstillen ist? Und wie kann ich Manni helfen, besser zu schlafen?

Eure ratlose Hanni

Kommentare:

  1. Liebe Hanni!

    EIGENTLICH kann ich dir gar keinen großen Rat geben, denn gestillt habe ich leider nie und schlafprobleme hatten und haben wir auch nicht so richtig. Der kleine schläft ja gut, braucht nur manchmal ewig zum einschlafen....

    Was ich dir aber sagen möchte ist, dass irgendwann der Zeitpunkt fürs abstillen wohl kommt. Die Frage ist nur, wer bestimmt ihn? Seit nun ca. Einer Woche trinkt das kämpferchen von Tag zu Tag weniger Milch vorm schlafen gehen - dafür aber dann noch Wasser, nachdem er mir die Milchflasche hingeschmissen hat...
    Ich frage mich also jeden Abend, ob ich ihm überhaupt nich eine anbieten soll.
    Ich glaube, dass die kleinen am besten wissen was sie wann und wie brauchen und sie irgendwann beschließen wann es so weit ist. Und du schreibst ja selbst, dass er nicht mal in seinem Bett liegen möchte. Vielleicht braucht er gerade einfach ein bisschen Nähe?
    Höre auf das, was dein Bauch dir sagt - es wird das Richtige sein!

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    1. EIGENTLICH höre ich immer auf meinen Bauch und werde das nun auch wieder machen. Der sagt nämlich dass ich schon merken werde, wenns Zeit zum Abstillen ist. Du hast recht !!!

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  2. Ich weiß auch nicht. Mein Sohn ist 15 Monate und ich stille ihn noch. Natürlich zur Beruhigung nachts. Die meiste Milch trinkt er aber nachmittags nach der Krippe - sicher wegen Hunger (die Zeit zwischen Vesper und Abendessen ist so lang), aber bestimmt auch zum Entspannen und Runterkommen. Tagsüber genieße ich die Stillpause, denke ich, nachts könnte ich gerne drauf verzichten.
    Wenn ich so drüber nachdenke, bin ich hin- und hergerissen: Einerseits würde mir das Abstillen ein ganzes Stück Unabhängigkeit bringen, aber andererseits... ich mach´s noch gerne, er ist noch so klein, und wir können so schön kuscheln dabei (sonst ist´s nicht so mit Kuscheln).
    Aber ich kann mir grade nicht vorstellen, dass er von sich aus auf die Idee kommt, keine Muttermilch mehr zu wollen. Also müsste die Initiative von mir ausgehen. Nur wann?!

    Dass es mit Fläschchen besser wird, kann ich mir nicht so recht vorstellen. Nur, dass es viel aufwändiger ist - aufstehen, Milch anrühren (wer weiß, wie oft), Fläschchen wieder säubern...

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    1. Liebe Julia,
      Das kuscheln ist echt noch schön, das genieße ich auch noch so lange wie möglich. Du machst das nun schon 15 Monate. Gestern hat mir jemand erzählt, dass sie gestillt hat bis zum 2. Lebensjahr.
      Ich glaube schon, dass die Kids einem irgendwann zeigen, dass es reicht. Ich biete tagsüber keine Brust mehr an aber momentan werde ich spätestens um 16 Uhr "überfallen". Also brauchen sie es schon noch. Ist das bei dir auch so?
      Liebe Grüsse
      Hanni

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  3. Liebe Hanni,
    ich stelle mir zur Zeit die gleichen Fragen.
    Meine Maus ist 13 Monate, bekommt tagsüber schon länger nicht mehr die Brust, nachts ist sie dafür dauerangedockt.
    Ich stille gerne, aber die ganze Nacht... so gerne dann doch nicht.
    Ich bin gespannt wie es bei Ihnen (und bei uns) weiter geht.
    Aishe

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  4. Hallo Aishe,
    Ich bin selbst gespannt wie es sich entwickelt :-)

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